Börse New York: An der Wall Street wendet sich das Blatt

Börse New York
An der Wall Street wendet sich das Blatt

Nach der Vorlage der aktuellen US-Lagerdaten ist der Ölpreis ins Plus gedreht –und spornte die Händler in New York zu einem Endspurt an. Alle Indizes schlossen im Plus. Für Überraschung sorgte auch ein Solarkonzern.

New YorkEin Endspurt kurz vor Handelsschluss hat der Wall Street am Mittwoch Gewinne beschert. Die drei wichtigsten Indizes gingen fester aus dem Handel, der zuvor über weite Strecken von Verlusten geprägt war. Händler machten für die Talfahrt einen erneuten Ölpreis-Rückgang um zeitweise mehr als vier Prozent verantwortlich.

Nach der Vorlage der aktuellen US-Lagerdaten bekam der Ölmarkt aber Auftrieb. Daraufhin drehten auch die New Yorker Aktienmärkte ins Plus. Im Fokus standen vor allem Titel von Banken, die nach dem monatelangen Ölpreisverfall Kreditausfälle bei Energiekonzernen zu fürchten haben.

Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 16.485 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte um 0,4 Prozent auf 1930 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann um 0,9 Prozent auf 4543 Punkte. Der deutsche Aktienindex Dax hatte mit einem Verlust von 2,6 Prozent bei 9167 Punkten geschlossen.

US-Öl verteuerte sich um gut ein Prozent auf 32,20 Dollar je Barrel, für die Nordsee-Sorte Brent wurden mit 34,44 Dollar 3,5 Prozent mehr fällig. Auslöser der zuletzt freundlichen Ölpreisentwicklung waren Daten zu den US-Rohölvorräten.

Diese waren zwar in der vergangenen Woche stärker gestiegen als erwartet. Doch sowohl die Benzin- als auch die Destillatebestände (Heizöl, Diesel) waren zurückgegangen. Derzeit werden die weltweiten Aktienkurse maßgeblich von den Ölpreisen bestimmt, welche vielen Anlegern als Konjunkturindikator gelten.

Zuvor hatten die Ölpreise noch mit deutlichen Verlusten ihre Vortagsentwicklung fortgesetzt, was Händler mit Kommentaren der Ölminister von Saudi-Arabien und dem Iran erklärt hatten. Auf einem Branchentreffen am Dienstag in Houston hatte der saudische Ölminister Ali Al-Naimi Produktionskürzungen trotz eines zu starken Angebots auf dem Weltmarkt eine klare Absage erteilt. Irans Ölminister Bijan Namdar Zangeneh bezeichnete auf dem Treffen das anvisierte Einfrieren der Fördermenge auf dem Januar-Niveau als eine „unrealistische Forderung“.

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Solarkonzern sorgt für Lichtblick

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