Börse New York: Angst vor Abschwung in China belastet Wall Street

Börse New York
Angst vor Abschwung in China belastet Wall Street

Enttäuschende Daten aus China verunsicherten am Dienstag die Anleger, die Furcht vor einem Konjunktureinbruch lastete auf den US-Börsen. Zudem gaben die Ölpreise nach und sorgten für deutliche Einbußen bei Energieaktien.

New YorkDie Furcht vor einem Einbruch der Weltkonjunktur hat die Wall Street am Dienstag ins Minus gedrückt. Hintergrund waren enttäuschende Daten aus China. Dort sanken die Exporte im Februar um etwa ein Viertel. Auch das Minus bei den Einfuhren fiel höher aus als erwartet. Der Aktienmarkt sei fragil, sagte Chefvolkswirt Scott Brown vom Finanzdienstleister Raymond James. "Die Leute sind weiter sehr nervös."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer bei 16.964 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,1 Prozent auf 1979 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 1,3 Prozent auf 4648 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,9 Prozent schwächer mit knapp 9693 Punkten.

An der Wall Street sorgten zudem sinkende Ölpreise für Druck auf die Kurse. Öl der Nordseesorte Brent verbilligte sich um mehr als drei Prozent, die US-Sorte WTI um gut vier Prozent. Energieaktien büßten im Schnitt 4,1 Prozent ein.

Apple gaben 0,8 Prozent nach. Zuvor hatte der deutsche Apple-Zulieferer und Halbleiterhersteller Dialog Semiconductor vor einer Abkühlung des Smartphone-Geschäfts gewarnt. Für das laufende Quartal sagte das Unternehmen einen Umsatzrückgang voraus.

Der Aktienkurs der Modekette Urban Outfitters schoss 16 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen machte zuletzt überraschend starke Geschäfte mit seiner Marke Free People.

Die Titel von Shake Shack büßten dagegen zwölf Prozent an Börsenwert ein. Die Burgerkette verprellte Anleger mit ihrem Zwischenbericht.

Die Papiere von American Express stiegen 0,7 Prozent. Dem Sender Fox Business News zufolge könnte der Kreditkartenanbieter von der Großbank Wells Fargo oder einer anderen Finanzfirma übernommen werden. Ein Wells-Fargo-Sprecher bezeichnete den Bericht aber als falsch.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,12 Milliarden Aktien den Besitzer. 726 Werte legten zu, 2316 gaben nach und 100 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,96 Milliarden Aktien 631 im Plus, 2207 im Minus und 146 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 21/32 auf 98-5/32. Die Rendite sank auf 1,8287 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1-11/32 auf 97-6/32 und rentierte mit 2,6356 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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