Börse New York
Anleger vor Bankbilanzen vorsichtig

Noch vor Ostern werden wichtige Bankbilanzen veröffentlicht. Die US-Anleger haben sich im Vorfeld zurückgehalten. Die wichtigsten Indizes bewegten sich kaum. Für Unbehagen sorgte indes der US-Angriff in Syrien.
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New YorkKurz vor der Veröffentlichung wichtiger Banken-Quartalsbilanzen haben sich Anleger an der Wall Street am Montag vorsichtig gezeigt. Die drei wichtigsten Indizes traten auf der Stelle. Aufschluss über den Zustand der Finanzbranche erwarten sich Investoren am Donnerstag, wenn JPMorgan Chase, Citigroup und Wells Fargo ihre Zahlen vorlegen. Seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten haben diese Aktien kräftig zugelegt. Viele Anleger zweifeln inzwischen, ob die Höhenflug gerechtfertigt und Trump wie angekündigt Vorschriften für die Institute schnell lockern kann.

Für Unbehagen sorgte auch der US-Angriff auf einen syrischen Fliegerhorst in der vergangenen Woche. Außenminister Rex Tillerson sagte, dieser sei auch eine Warnung an Länder wie Nordkorea. Zudem entsandten die USA einen Flugzeugträger in die Gewässer um das isolierte Land.

Der Dow-Jones-Index mit den 30 Standardwerten ging mit 20.658 Punkten aus dem Handel, der S&P 500 mit 2357 und der Nasdaq-Index mit 5880. In Frankfurt schloss der Dax um 0,2 Prozent tiefer bei 12.200 Punkten.

Bei den Einzelwerten gaben etwa Aktien von Wells Fargo um 0,5 Prozent und die der Bank of America um 0,6 Prozent nach. Der entsprechende S&P-Branchenindex sank um 0,3 Prozent.

Für den weltgrößten Onlinehändler Amazon ging es um 1,4 Prozent aufwärts. Ein Händler sagte, Hintergrund sei eine Kaufempfehlung der Investmentbank Needham.

Kräftig nach oben ging es für die Speditionen Swift und Knight, die sich zu einem Unternehmen zusammenschließen wollen. Bei Swift betrug das Plus 24 Prozent und bei Knight 13 Prozent.

Die Aktien von Akorn standen nach einem Kurssprung von über 18 Prozent am Freitag mit einem weiteren Zuwachs von mehr als neun Prozent auf 32,50 Dollar im Fokus. Kabi, die Tochtergesellschaft des deutschen Medizinkonzerns Fresenius, hat ein Auge auf die Amerikaner geworfen und befindet sich in Übernahmeverhandlungen. Analysten zufolge würde Akorn strategisch gut passen. Analyst Bernhard Weininger von Independent Research errechnete für den Zukauf einen Wert von bis zu 4,27 Milliarden Dollar oder rund 34 Dollar je Akorn-Aktie.

Die Aktien des Elektroauto-Herstellers Tesla kommen mit über 3 Prozent Plus nun auf einen Börsenwert von rund 51 Milliarden Dollar - deutlich mehr als Ford und hauchdünn vor General Motors. Börsianer verwiesen auf einen positiven Analystenkommentar von Piper Jaffray. Anleger könnten es sich nicht erlauben die Aktie zu ignorieren, hieß es. Eine Kaufempfehlung trieb Amazon um 1,36 Prozent nach oben und damit wieder in Richtung des jüngsten Rekordhochs von über 923 Dollar. Needham-Analyst Kerry Rice traut ihnen mit 1100 Dollar noch fast 20 Prozent mehr zu.

Der Eurokurs bewegte sich im New Yorker Handel nur wenig. Zuletzt pendelte die Gemeinschaftswährung um die runde Marke von 1,06 US-Dollar. Im europäischen Handel war der Euro mit 1,0570 Dollar so wenig wert wie seit einem Monat nicht mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0578 (Freitag: 1,0630) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9454 (0,9407) Euro.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 660 Millionen Aktien den Besitzer. 1987 Werte legten zu, 950 gaben nach, und 145 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,61 Milliarden Aktien 1361 im Plus, 1445 im Minus und 244 unverändert.

Vor dem Hintergrund der internationalen Krisen waren US-Staatsanleihen als mutmaßlich sicherere Anlage gefragt. Die zehnjährigen Papiere stiegen um 2/32 auf 99 und rentierten mit 2,36 Prozent. Bei den 30-jährigen Bonds betrug das Plus 5/32 auf 100-6/32. Die Rendite lag bei 2,99 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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