Börse New York
Anleger vor Yellen-Anhörung zurückhaltend

Nach den Höhenflügen ist der Wochenstart an der Wall Street ruhig verlaufen. Der Ölpreis und die Griechenland-Unsicherheit belasten die US-Börsen. Vor der Anhörung von Notenbankchefin Yellen herrscht zudem Zurückhaltung.
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New YorkNach den jüngsten Rekordständen an der Wall Street haben sich die Anleger am Montag zurückgehalten. Das sei unter anderem auf den weiter nicht endgültig beigelegten Schuldenstreit mit Griechenland zurückzuführen, sagten Händler. Zudem seien Investoren im Vorfeld der für Dienstag und Mittwoch geplanten Kongress-Anhörung von US-Notenbankchefin Janet Yellen vorsichtig.

Die Marktteilnehmer erhoffen sich von ihr Hinweise darauf, wann die Fed die Zinsen erhöhen wird. Die Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung hatten eine Verschiebung des bislang ab Mitte 2015 erwarteten Schrittes signalisiert. Ein Rückgang des Ölpreises belastete zudem Aktien von Firmen aus der Branche.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Abschlag von 0,1 Prozent bei 18.116 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 lag unverändert bei 2109 Zählern, der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,1 Prozent auf 4960 Stellen zu. Dow und S&P-500 hatten am Freitag auf Höchstständen geschlossen, nachdem sich Griechenland mit den Geldgebern auf eine Grundsatzvereinbarung zur Verlängerung des Hilfsprogramms geeinigt hatte. In Frankfurt hatte der Dax am Montag 0,7 Prozent zugelegt auf 11.130 Punkte.

In griechischen Schuldenstreit gab es am Montag überraschend eine Verzögerung. Ein Vertreter der Athener Regierung erklärte, sie werde die geforderte Reformliste erst am Dienstagmorgen vorlegen. Das sei aber mit der Eurogruppe abgestimmt. Eigentlich galt die Frist nur bis Montag um Mitternacht.

Fusionspläne zogen die Aufmerksamkeit von Investoren auf sich. Der kanadische Pharmakonzern Valeant erwirbt in einer rund zehn Milliarden Dollar schweren Transaktion den US-Rivalen Salix. Valeant-Aktien stiegen in New York um 14,7 Prozent, Salix gaben 1,3 Prozent nach.

Der japanische Chemiekonzern Asahi Kasei will das Energiespeichergeschäfts von Polypore für 2,2 Milliarden Dollar übernehmen. Polypore-Aktien stiegen um 12,7 Prozent. Boeing-Aktien sackten dagegen um 2,3 Prozent ab. Goldman Sachs hatte den Flugzeugbauer heruntergestuft.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,73 Milliarden Aktien den Besitzer. 1506 Werte legten zu, 1539 gaben nach und 139 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden Aktien 1182 im Plus, 1547 im Minus und 138 unverändert.

US-Staatsanleihen legten zu. Händler verwiesen auf die Möglichkeit, dass Yellen zur Wochenmitte möglicherweise auf eine eher späte als frühe US-Zinssenkung hindeuten könnte. Die zehnjährigen Anleihen verbesserten sich um 13/32 auf 99-13/32. Sie rentierten mit 2,064 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 3/32 auf 96-23/32 und hatten eine Rendite von 2,659 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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