Börse New York
Anleger warten auf Notenbank-Gipfel

Vor dem mit Spannung erwarteten Notenbanker-Gipfel in Jackson Hole gingen die US-Anleger in Wartehaltung. Die Wall Street schloss mit leichten Verlusten. Einzelhandelswerte waren unterdessen aber gefragt.
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New YorkVor dem Notenbanker-Gipfel in Jackson Hole haben sich die US-Anleger nicht aus der Deckung gewagt. Fed-Chefin Janet Yellen und EZB-Präsident Mario Draghi sollen am Freitag bei der Konferenz am Rande der Rocky Mountains reden.

Investoren erhoffen sich davon Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs in den USA und Europa, auch wenn richtungsweisende Äußerungen als eher unwahrscheinlich gelten. In der allgemeinen Lähmung konnte der Modekonzern Abercrombie & Fitch die Börsianer am Donnerstag schon damit erfreuen, dass er weniger Verlust hinnehmen musste als von Analysten erwartet. A&F-Aktien schossen 17 Prozent in die Höhe.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 21.870 und einem Tief von 21.765 Punkten. Er schloss mit einem Abschlag von 0,1 Prozent auf einem Stand von 21.784 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,2 Prozent auf 2438 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte 0,1 Prozent auf 6271 Stellen ein. Der deutsche Leitindex Dax hatte sich zuvor 0,1 Prozent höher bei 12.180 Punkten verabschiedet, sein europäisches Pendant EuroStoxx50 stieg um 0,2 Prozent auf 3444 Zähler.

In den USA gaben nicht einmal die Konjunkturdaten den Börsianern klare Handelsimpulse: Zum einen stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gering. Zum anderen sank im Juli der Absatz bestehender Eigenheime ebenso unerwartet, allerdings weil nur wenige Immobilien überhaupt auf dem Markt waren.

Das Treffen der Zentralbankvertreter in Wyoming dürfte die Anleger auf andere Gedanken bringen, nachdem zuletzt internationale Spannungen und innenpolitische Querelen wie um die Schuldengrenze im Mittelpunkt gestanden hatten. Die Ratingagentur Moody's zeigte sich am Donnerstag zwar eher gelassen mit Blick auf die Schuldengrenze, doch Experten sehen angesichts anhaltender Unsicherheiten Zeichen für einen Abwärtstrend an den Börsen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 718 Millionen Aktien den Besitzer. 1438 Werte legten zu, 1408 gaben nach und 219 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,6 Milliarden Aktien 1695 Titel im Plus, 1156 im Minus und 258 unverändert.

Mit Spannung wurde das Notenbanker-Treffen auch an den US-Kreditmärkten erwartet. Dort gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 6/32 auf 100-16/32 nach. Sie rentierten mit 2,2 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 14/32 auf 99-19/32 nach und hatten eine Rendite von 2,8 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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