Börse New York
Anstehendes Fed-Treffen belastet den Dow

Durchwachsene Quartalsberichte und die Unsicherheit vor dem Treffen der Notenbank Fed verunsichern die US-Börsen. Der US-Arbeitsmarkt entwickelt sich zwar besser als erwartet. Der Dow Jones schließt mit leichten Verlusten. Besonders der US-Mischkonzern 3M enttäuscht mit seiner Prognose. Motorola und Exxon können dagegen überzeugen.
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HB NEW YORK. Vor dem Treffen der US-Notenbank Fed und den Kongresswahlen in der kommenden Woche haben sich Anleger in New York am Donnerstag zurückhaltend gezeigt. Die drei größten Indizes schlossen uneinheitlich.

Schlechte Stimmung verbreitete der US-Mischkonzern 3M mit einer enttäuschenden Prognose. Positive Signale kamen dagegen US-Arbeitsmarkt: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank in der vergangenen Woche überraschend, was am Markt die Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung stärkte. Eine Wende am Arbeitsmarkt gilt als Vorbedingung für eine nachhaltige Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,1 Prozent auf 11 113 Punkte nach, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 11 052 und 11 179 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann dagegen 0,1 Prozent auf 1183 Punkte. Auch der technologielastige Nasdaq-Index notierte 0,2 Prozent im Plus und beendete den Tag mit 2507 Punkten. In Frankfurt schloss der Leitindex Dax 0,4 Prozent fester bei 6595 Punkten.

Gesprächsthemen am New Yorker Markt waren erneut die US-Geldpolitik sowie die Bilanzsaison. Die Anleger schraubten wie bereits am Mittwoch ihre Erwartungen an die US-Notenbank (Fed) zurück, was den Umfang der in Aussicht gestellten zusätzlichen Konjunkturstützen angeht. Dies drückte auf den Kurs des Dollar. Zuletzt haben sich der Aktienmarkt und die US-Währung wegen der Diskussion um die Geldpolitik meist in gegensätzlicher Richtung bewegt.

Der US-Mischkonzern 3M steigerte dank einer starken Nachfrage in Asien zwar seinen Quartalsgewinn. Für das Gesamtjahr rechnet der Hersteller aber wegen seiner jüngsten Zukäufe mit einem geringeren Gewinn. Das drückte die Aktie 5,9 Prozent ins Minus und belastete auch das Papier von Caterpillar. Die Titel des Baumaschinenherstellers fiel um 0,6 Prozent. Die Papiere von Dow Chemical verloren nach Vorlage des Quartalsberichts 1,1 Prozent.

Eine US-Regierungskommission zur Untersuchung der schwersten Ölkatastrophe des Landes hat dem BP-Partnerunternehmen Halliburton schwere Versäumnisse vorgeworfen. Der US-Konzern habe das Bohrloch unter der Ölplattform „Deepwater Horizon“ nur mangelhaft zementiert und trage daher vermutlich eine Mitschuld an der Explosion der Anlage, erklärte das Gremium. Die Nachricht drückte die Halliburton-Aktie knapp acht Prozent ins Minus.

Für ermutigende Nachrichten sorgten die Bilanzen des Handy-Herstellers Motorola und des Öl-Giganten Exxon. Motorola-Aktien kletterten um 0,5 Prozent, nachdem die Telefonsparte des Konzerns unerwartet zügig in die Gewinnzone zurückgekehrt war. Exxon-Aktien legten dank unerwartet starker Zahlen um 0,8 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,01 Mrd. Aktien den Besitzer. 1498 Werte legten zu, 1442 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,01 Mrd. Aktien 1088 im Plus, 1504 im Minus und 124 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 99-200/32. Sie rentierten mit 2,669 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 01/32 auf 96-28/32 und hatten eine Rendite von 4,055 Prozent.

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