Börse New York
Apple-Zahlen belasten die Wall Street

Die Quartalsbilanzen einiger Großkonzerne sind enttäuschend ausgefallen – entsprechend verhalten notierten die US-Börsen am Mittwoch. Vor allem Apple sorgte für schlechte Stimmung bei den Anlegern.

New YorkEnttäuschende Quartalsbilanzen haben auch am Mittwoch die US-Börsen belastet. Vor allem die erneut rückläufigen iPhone-Geschäfte bei Apple stimmten die Anleger skeptisch. Aber auch ein Rückgang der Ölpreise wegen neuer Spekulationen auf ein anhaltendes Überangebot schürte Konjunktursorgen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss moderate 0,2 Prozent im Plus auf 18.199 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank dagegen 0,2 Prozent auf 2139 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 0,6 Prozent auf 5250 Punkte.

Schon am Dienstag hatten enttäuschende Quartalszahlen Investoren die Kauflaune verdorben. Die Bilanzsaison sei zwar bislang besser verlaufen als erwartet, sagte Analyst Art Hogan vom Broker Wunderlich Equity Capital Markets. Der Unterschied sei aber, dass die Unternehmen, die mit ihren Quartalszahlen enttäuscht hätten, diesmal härter vom Markt abgestraft würden.

Apple-Aktien verloren 2,2 Prozent. Der erfolgsverwöhnte Konzern verzeichnete im abgelaufenen Quartal zum dritten Mal in Folge einen Umsatzrückgang. Der Nettogewinn stürzte um fast ein Fünftel auf neun Milliarden Dollar ab. Auch die Aussicht auf ein boomendes Weihnachtsgeschäft mit dem neuen iPhone 7 ermutigte die Investoren nicht.

Spitzenreiter im Dow-Jones-Index waren Boeing-Aktien mit einem Plus von 4,69 Prozent. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern hatte dank eines Steuereffekts einen unerwarteten Gewinnsprung hingelegt.

Außerhalb des Dow kletterten die Anteilscheine von Biogen um 3,66 Prozent nach oben. Gute Verkäufe mit Multiple-Sklerose-Mitteln geben dem Biotechunternehmen weiterhin Schwung. Im dritten Quartal hatte der Gewinn überraschend deutlich angezogen.

In Frankfurt fiel der Dax um 0,4 Prozent auf 10.709 Punkte, nachdem er am Dienstag noch auf ein Jahreshoch von 10.827 Zähler geklettert war. Der EuroStoxx50 verlor 0,2 Prozent auf 3080 Punkte.

Der Eurokurs verringerte im US-Handel seinen Vorsprung aus dem europäischen Geschäft, blieb aber über der Marke von 1,09 US-Dollar. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,0907 Dollar gehandelt, nachdem sie in Europa bis auf 1,0946 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0925 (Dienstag: 1,0872) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9153 (0,9198) Euro.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 890 Millionen Aktien den Besitzer. 1038 Werte legten zu, 1897 gaben nach und 168 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 867 im Plus, 1917 im Minus und 221 unverändert.

Die US-Kreditmärkte ließen Federn. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 10/32 auf 97-11/32. Die Rendite stieg auf 1,7949 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 26/32 auf 93-29/32 und rentierte mit 2,5428 Prozent.

Agentur
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