Börse New York
Apple zieht Wall Street mit nach unten

Apple enttäuscht - das hat die US-Börsen belastet. Weil wichtige Konjunkturdaten in dieser Woche fehlen, orientierten sich Anleger an den Schwergewichten. Für positive Stimmung sorgten Übernahmegerüchte um Monsanto.

New York Kursverluste von Börsenschwergewicht Apple und enttäuschende Arbeitsmarktdaten haben der Wall Street am Donnerstag zugesetzt. „In dieser Woche fehlt es an wichtigen Konjunkturdaten“, sagte Anlagestratege John Canally vom Finanzberater LPL Financial. „Der Markt ist auf der Suche nach etwas, wo er sich dranhängen kann.“

Die Apple-Aktie büßte zeitweise 3,3 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief ein. Hintergrund sind Sorgen um die Nachfrage nach iPhones. Der Börsenwert von Apple fiel kurzzeitig unter den des Google-Mutterkonzerns Alphabet. Belastet wurde die Stimmung Canally zufolge zudem von Daten zum US-Arbeitsmarkt. So legten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vorigen Woche überraschend zu auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,1 Prozent höher aus dem Handel mit 17.720 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte kaum verändert mit 2064 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,5 Prozent auf 4737 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 1,1 Prozent im Minus auf 9862 Punkten.

An der Wall Street interessierten Investoren sich besonders für den US-Saatgutriesen Monsanto, dessen Aktien 8,4 Prozent zulegten. Grund war ein Bericht der Finanzagentur Bloomberg, wonach der Leverkusener Pharmakonzern Bayer ein Angebot für den über 40 Milliarden Dollar schweren US-Konzern prüft.

Unter Druck gerieten hingegen die Papiere der Kaufhauskette Kohl's, die 9,2 Prozent abrutschten. Der Quartalsumsatz des Unternehmen ging im abgelaufenen Quartal auf vergleichbarer Basis überraschend zurück.

An der New Yorker Börse wechselten rund 950 Millionen Aktien den Besitzer. 1449 Werte legten zu, 1533 gaben nach und 138 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 910 im Plus, 1911 im Minus und 157 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gingen die Kurse nach unten. Marktbeobachter verwiesen auf Äußerungen des Präsidenten der Fed von Boston, Eric Rosengren. Dieser sagte, die Märkte schätzten die Lage der US-Wirtschaft zu pessimistisch ein. Die zehnjährigen Staatsanleihen sanken 5/32 auf 98-28/32. Sie rentierten mit 1,75 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 12/32 auf 97-30/32 und hatten eine Rendite von 2,6 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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