Börse New York
Apple zieht Wall Street nach oben

Der kalifornische Technologiegigant Apple sorgt für starke US-Börsen. Doch nicht nur der iPhone-Hersteller konnte überzeugen. Der amerikanische Airbus-Konkurrent Boeing zog mit guten Zahlen nach.
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New YorkDas Zugpferd Apple hat an den US-Börsen Jubel ausgelöst und die positiven Überraschungen der laufenden Berichtssaison gekrönt. Der iPhone- und iPad-Hersteller schob die Technologiebörse Nasdaq so gut wie alleine um mehr als zwei Prozent an und bescherte ihr damit das bislang höchste Tagesplus in diesem Jahr.

„Apple hat einen großen Einfluss auf den Markt und zieht ihn allein wegen seiner schieren Größe mit“, sagte Erik Davidson von Wells Fargo Private Bank in San Francisco. Die Apple-Aktie schoss um fast neun Prozent nach oben und trieb den Index der Technologiebörse Nasdaq 2,3 Prozent in die Höhe auf 3029 Punkte.

Da konnten die im Dow-Jones-Index versammelten Standardwerte nicht mithalten. Hier erreichte das Plus 0,7 Prozent auf 13.090 Zähler. Im Verlauf pendelte der Dow zwischen 12.993 und 13.105 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um knapp 1,4 Prozent auf 1390 Punkte. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex Dax 1,7 Prozent fester mit 6704 Zählern.

Apple übertraf mit einem Rekordumsatz und einer Verdoppelung des Quartalsgewinns auf fast zwölf Milliarden Dollar abermals alle Erwartungen und festigte damit seine Position als wertvollstes Technologie-Unternehmen der Welt. Ein Anteilsschein kostete am Ende des Börsentages 610 Dollar.

Der Industriesektor wurde von Boeing gestützt. Die Aktien des Airbus -Konkurrenten verteuerten sich um 5,3 Prozent. Der Flugzeugbauer steigerte seinen Quartalsgewinn und hob seine Ergebnisprognose an.

Gebremst wurde der Dow Jones dagegen von Caterpillar, dessen Kurs um 4,6 Prozent nachgab. Der weltgrößte Baumaschinenhersteller verschreckte die Anleger damit, dass er mehrfach auf ein verlangsamtes Wachstum in Schwellenländern wie China und Brasilien hinwies. Auch enttäuschte er mit seinem Umsatz.

Insgesamt ist die Bilanzsaison bislang besser gelaufen als erwartet. Von den 200 S&P-500-Firmen, die bislang Zahlen vorgelegt haben, übertrafen nach Daten von Thomson Reuters drei Viertel die Erwartungen der Wall Street.

Kaum Reaktionen gab es am Markt auf die Entscheidung der US-Notenbank (Fed), den Leitzins bei 0 bis 0,25 Prozent zu lassen und vorerst auf neue Anschubhilfen für die Konjunktur zu verzichten. Der Konjunkturausblick der Geldpolitiker fiel einen Tick zuversichtlicher aus als zuletzt.

Dagegen nährte die Industrie Zweifel an der Stärke der US-Erholung: Sie erlitt im März ihren größten Auftragseinbruch seit drei Jahren. Die Bestellungen für langlebige Güter gingen überraschend deutlich um 4,2 Prozent zurück.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,82 Milliarden Aktien den Besitzer. 2302 Werte legten zu, 683 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,71 Milliarden Aktien 1844 im Plus, 670 im Minus und 96 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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