Börse New York
Apple-Zukauf irritiert die US-Märkte

Ohne Schwung, doch leicht im Plus: So gaben sich die US-Börsen am Freitag. Bei den Einzelwerten standen zwei Werberiesen im Fokus. Und bei Apple bahnt sich die größten Übernahme der Firmengeschichte an.
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Die US-Aktienmärkte haben am Freitag leichte Gewinne verzeichnet. Der Dow-Jones-Index schloss auf einem Rekordhoch. Angesichts fehlender Impulse von Politik und Konjunktur dominierten Einzelwerte das New Yorker Börsengeschehen. So reagierten Investoren skeptisch auf durchgesickerte Informationen, wonach Apple 3,2 Milliarden Dollar für den Kopfhörer-Hersteller Beats Electronics ausgeben will. Zu den Gewinnern zählten dagegen die Anleger des Internet-Videodiensts Netflix, der zuvor eine Preiserhöhung für sein beliebtestes Streaming-Angebot angekündigt hatte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte erreichte mit einem Plus von 0,2 Prozent einen Rekordschlussstand bei 16.583 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 16.498 und 16.588 Stellen. Auch der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,2 Prozent auf 1878 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,5 Prozent auf 4071 Stellen. Im Wochenverlauf gewann der Dow Jones 0,4 Prozent hinzu, während der S&P 0,1 Prozent und die Nasdaq 1,3 Prozent verloren. In Frankfurt schloss der Dax am Freitag 0,3 Prozent tiefer mit 9581,45 Punkten.

Die Apple -Aktie sank um rund 0,4 Prozent. Die Akquisition der vom Hip-Hop-Star Dr. Dre und dem Musik-Produzenten Jimmy Iovine gegründeten Firma wäre der größte Zukauf von Apple überhaupt. Einige Analysten bezweifelten, dass Beats den hohen Preis wert ist. "Mich interessieren nicht die drei Milliarden Dollar, die Apple verliert", sagte Kim Forrest von Fort Pitt Capital Group. "Was mich interessiert, ist die Bewertung, die sie für dieses kleine Unternehmen ansetzen. Das ist das Problematische."

Titel von Ralph Lauren gaben 2,1 Prozent nach. Der Luxusmodehersteller will mit mehr eigenen Läden unabhängiger von Kaufhausketten werden und nimmt dafür eine geringere Gewinnmarge in Kauf. Außerdem soll der langjährige Unternehmenschef Roger Farah seinen Posten Ende Mai aufgeben.

Die Papiere des Werbekonzerns Omnicom legten dagegen um 2,2 Prozent zu. Die geplante 35 Milliarden Dollar schwere Fusion mit dem französischen Rivalen Publicis zum neuen Weltmarktführer ist geplatzt. Den Omnicom-Anlegern winkt nun eine höhere Dividende.

Die Netflix-Aktien gewannen 2,1 Prozent. Die Online-Videothek hat angekündigt, die Gebühr für sein Hauptangebot um einen Dollar pro Monat zu erhöhen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,65 Milliarden Aktien den Besitzer. 1674 Werte legten zu, 1320 gaben nach und 148 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,97 Milliarden Aktien 1665 im Plus, 938 im Minus und 130 unverändert. Auf den Anleihemärkten gaben langjährige US-Bonds nach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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