Börse New York
Arbeitslosenzahlen erfreuen die Wall Street

248.000 neue Jobs wurden im September in den USA geschaffen - deutlich mehr als von Ökonomen erwartet. Die Börsenkurse steigen deutlich. Selbst GM hat trotz Rückrufaktion Grund zur Freude.
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New YorkAngetrieben von guten Arbeitsmarktdaten haben die US-Börsen am Freitag Kursgewinne verbucht. Im September schufen Firmen 248.000 neue Jobs in den USA und damit deutlich mehr als von Ökonomen erwartet. Dies stütze die Einschätzung, dass die weltgrößte Volkswirtschaft weiter wachse, nicht aber so stark, so dass die US-Notenbank die seit der Finanzkrise 2008 extrem niedrigen Zinsen rasch anheben werde, sagten Börsianer.

Marktanalyst Joshua Mahony vom Broker Alpari UK war von den Zahlen positiv überrascht. Da in der Vergangenheit der Monat September eher enttäuscht hatte, war er von einer Zahl unter 210.000 ausgegangen. Zudem sagte er: „Überrascht hat die Märkte wohl aber vor allem die normalerweise eher unspektakuläre Arbeitslosenquote, die unter 6 Prozent gefallen ist.“ Sie sank auf 5,9 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte 2008, kurz bevor die Finanzmarktkrise ihren Höhepunkt erreicht hatte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent höher auf 17.009 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 1,1 Prozent auf 1967 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um ein Prozent auf 4475 Stellen. Im Wochenvergleich gab der Dow um 0,6 Prozent, der S&P um 0,8 Prozent und der Nasdaq um ebenfalls 0,8 Prozent nach.

In Frankfurt blieben die Börsen wegen des Tags der Deutschen Einheit geschossen. Andere führende Börsen in Europa erholten sich wieder etwas von ihren Vortagsverlusten.

Zu den Favoriten im Dow zählten die Bankenwerte. Die JP Morgan-Aktien gewannen ungeachtet eines Hackerangriffs 2,48 Prozent. Einen Zugriff auf Kontonummern oder Passwörter hätten sich die Cyber-Angreifer nicht verschaffen können, teilte die Großbank mit. Die Papiere von Goldman Sachs stiegen an der Index-Spitze um 2,84 Prozent auf 188,07 US-Dollar. Händler verwiesen auf eine Studie der Credit Suisse, in der das Kursziel der Aktie auf 200 Dollar angehoben und das positive Anlageurteil bekräftigt worden war.

Trotz eines weiteren Rückrufs stiegen die Aktien von GM um 1,7 Prozent. Die Opel-Mutter muss erneut mehr als eine halbe Million Autos wegen technischer Mängel weltweit in die Werkstätten beordern. Der größte US-Autobauer rief am Freitag rund 524.000 Geländewagen der Marken Cadillac und Saab sowie fast 100.000 Kleinwagen vom Typ Chevrolet Spark zurück.

Auf ein Einkaufslisten der Börsianer standen auch die Dividendenpapiere von Boeing. Die Aktien verteuerten sich um 1,8 Prozent, nachdem der Flugzeugbauer seine Auslieferungszahlen für das dritte Quartal bekanntgegeben hatte.

Ein erfolgreiches Börsendebüt legte Yodlee hin. Die Anteilsscheine des Softwareherstellers sprangen an ihrem ersten Handelstag an der Nasdaq um zwölf Prozent. Yahoo -Aktien erhöhten sich um 1,3 Prozent. Der Internet-Pionier erwägt einem Medienbericht zufolge den Einstieg beim Kurznachrichtendienst Snapchat.

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