Börse New York
Arbeitsmarkt-Zahlen treiben Dow Jones auf Allzeithoch

Die positiven US-Arbeitsmarkt-Daten ließen die Anleger zugreifen. Besonders gefragt waren zum Ende der Woche Bankaktien. Der S&P legte einen guten Abschluss hin - der Dow Jones stieg auf ein neues Hoch.
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New YorkUnerwartet starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben die Wall Street am Freitag in Kauflaune versetzt. Die Unternehmen schufen im Oktober trotz des Haushaltsnotstandes der Regierung in Washington 204.000 Stellen. Experten waren im Schnitt von 125.000 ausgegangen.

Als Reaktion auf die Zahlen fielen die Futures zunächst, weil viele Investoren befürchteten, dass die Notenbank ihre ultralockere Geldpolitik schneller zurückfahren könnte. Später setzte ein Umdenken ein. "Wenn es Unternehmen gutgeht und die Geschäfte laufen, sind für den Aktienmarkt keine kurzfristigen Kredite zu einem Zinssatz von null Prozent nötig, um zuzulegen", sagte Eric Kuby von North Star Investment Management in Chicago.

Der Dow-Jones-Index mit den 30 Standardwerten stieg um 1,1 Prozent auf 15.761 Punkte. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen den Marken von 15.579 und 15.764. Der breiter aufgestellte S&P 500 legte 1,3 Prozent auf 1770 Stellen zu. Der Nasdaq-Index gewann 1,6 Prozent und stand bei 3919 Zählern. In Frankfurt ging der Dax fast unverändert aus dem Handel und lag bei 9078 Punkten. Der Dow beendete die Woche mit einem Plus von 0,9 Prozent und der S&P mit 0,5 Prozent. Der Nasdaq gab dagegen um 0,1 Prozent nach.

Zu den Gewinnern zählten am Freitag Bankentitel. Viele Investoren gehen davon aus, dass eine strengere Geldpolitik und höhere Zinsen die Gewinne der Institute steigen lassen. JPMorgan Chase legten um 4,5 Prozent und Bank of America um 3,8 Prozent zu.

Um 9,7 Prozent ging es mit Aktien der Modekette Gap nach oben. Das Unternehmen machte in seinen Läden im Oktober deutlich mehr Umsatz als erwartet.

Auch die Papiere des Medienkonzerns Walt Disney standen auf den Kaufzetteln. Das Unternehmen konnte im abgelaufenen Quartal unter anderem von kauffreudigen Gästen in seinen Unterhaltungsparks in den USA profitieren. Die Aktie stieg um 2,1 Prozent.

Der Kurznachrichtendienst Twitter verlor am zweiten Handelstag 7,2 Prozent. Am Donnerstag hatte das Unternehmen einen überwältigenden Start hingelegt: Die Papiere legten im Vergleich zum Ausgabekurs zeitweise um mehr als 90 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 820 Millionen Aktien den Besitzer. 1722 Werte legten zu, 1285 gaben nach, und 78 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,96 Milliarden Aktien 1929 im Plus, 642 im Minus und 85 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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