Börse New York
Arbeitsmarktdaten stützen Wall Street

Anleger sind überrascht: Hervorragende Arbeitsmarktdaten aus den USA sprechen für eine gesunde US-Wirtschaft. Das treibt den Dow Jones. Verlierer des Tages waren Öl-Riesen wie Exxon und Chevron.

New YorkEine überraschend starke Belebung am US-Arbeitsmarkt hat die Wall Street am Freitag gestützt. Die Zahl der neuen Jobs stieg im Dezember um 292.000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Plus von 200.000 gerechnet. „Das ist ein Zeichen dafür, dass die heimische Wirtschaft weiter schnurrt“, sagte Investmentstrategin Kate Warne vom Finanzhaus Edward Jones. „Das dürfte den Fokus der Anleger darauf lenken, dass in es in der Welt mehr gibt als nur China.“ In der Volksrepublik erholten sich die Börsen von den jüngsten Kurseinbrüchen. Die Talfahrt der Ölpreise wirkte sich dagegen negativ auf das Kursgeschehen aus. Händler sprachen von einem volatilen Geschäft.

Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Prozent im Minus auf 16.346 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 drehte zum Handelsschluss ebenfalls ins Minus. Er verlor 1,1 Prozent und endete bei 1922 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte ebenfalls um ein Prozent auf 4643 Punkte ab.

Bei den Einzelwerten waren nach längerer Talfahrt die Aktien von Apple wieder gefragt. Sie gewannen 0,5 Prozent hinzu. Angesichts anhaltender Spekulationen über eine geringere iPhone-Nachfrage hatten die Papiere zuletzt unter Druck gestanden. Nachdem andere große Technologie-Titel wie Facebook und Amazon zunächst fester notierten, konnte sie ihre Gewinne bis zum Handelsschluss nicht halten. Für sie ging es um 0,6 beziehungsweise 0,2 Prozent nach unten.

Der Rückgang der Ölpreise drückte Börsenschwergewichte wie Exxon und Chevron ins Minus. Die Anteilsscheine der beiden Energiekonzerne verbilligten sich jeweils um zwei und ein Prozent.

Für Anleger am deutschen Aktienmarkt gab es einen schlimmeren Fehlstart als in das Börsenjahr 2016 noch nie. Die Börsenturbulenzen in China brockten dem Dax mit einem Wochenminus von 8,3 Prozent seinen bislang schlechtesten Auftakt ein. Der Leitindex riss am Freitag erneut die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten und schloss nach einer Berg- und Talfahrt 1,3 Prozent schwächer bei 9849 Punkten. Der EuroStoxx50 schloss am Freitag 1,7 Prozent schwächer bei 3033 Punkten.

Angesicht der unverändert durchwachsenen konjunkturellen Aussichten für China sei die Gefahr weiterer Kursstürze an den Börsen weltweit nicht gebannt, warnte Anlagestratege Richard McGuire von der Rabobank. Am Freitag schloss die Börse Shanghai zwar zwei Prozent höher, sie lag damit aber immer noch zehn Prozent unter dem Niveau vom Wochenbeginn. Auslöser für die weltweite Verkaufswelle der vergangenen Tage war die Abwertung des chinesischen Yuan. Sie schürte die Furcht vor einer weiteren Abkühlung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft. Am Freitag setzte die chinesische Notenbank den Referenzkurs des Dollar zum ersten Mal seit neun Tagen herunter, allerdings sorgte sie damit nur kurzzeitig für Entspannung. Der Yuan ist nicht frei handelbar, sondern darf einen von der People’s Bank of China (PBoC) täglich festgesetzten Wert nur um zwei Prozent über- oder unterschreiten

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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