Börse New York
Atempause nach fünf Wochen Aufschwung

Fünf Wochen lang schaffte die Wall Street ein Plus. Diese Woche wird der Aufwärtstrend gebrochen. Im Fokus der Anleger: Der Alibaba-Börsengang und die Yahoo-Aktie – die bereits jetzt profitiert.
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New YorkDie New Yorker Aktienmärkte haben nach fünf Wochen mit Kursaufschlägen in Folge am Montag eine Verschnaufpause eingelegt. Angesichts eines Mangels an neuen Konjunkturdaten hielten sich die Börsianer mit ihren Engagements zurück. Das Handelsvolumen blieb deshalb gering. Nach der Gewinnserie machten zudem einige Händler Kasse. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,15 Prozent tiefer auf 17.111 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich um 0,3 Prozent auf 2001 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte dagegen um 0,2 Prozent auf 4592 Stellen vor.

Bei den Einzelwerten gewannen die Aktien des Internetkonzerns Yahoo 5,6 Prozent hinzu. Das Unternehmen dürfte vom kurz bevorstehenden Börsengang des chinesischen Online-Versandhauses Alibaba profitieren, der mehr als 21 Milliarden Dollar bringen soll. Yahoo ist an Alibaba beteiligt.

Die Papiere des Autovermieters Hertz kletterten um 0,1 Prozent. Konzernchef Mark Frissora hatte zuvor seinen Rücktritt aus persönlichen Gründen erklärt. Investoren zufolge hatte sich der Druck auf Frissora nach Bilanzkorrekturen aber erhöht.

Dagegen verloren die Aktien des Autobauers Ford knapp zwei Prozent. Analysten von Morgan Stanley setzten die Aktien auf "halten" von "übergewichten" herab.

Boeing -Papiere verteuerten sich um 2,6 Prozent. Der US-Flugzeugbauer hat sich einen Großauftrag vom irischen Billigflieger Ryanair an Land gezogen.

Die Anleger an den europäischen Aktienmärkten hielten sich zu Wochenbeginn ebenfalls überwiegend zurück. Nach den Kursgewinnen der Vorwoche angesichts der überraschenden Zinssenkung durch die EZB gebe es keinen Grund für weitere Käufe, sagte ein Händler. Zudem belaste die Unsicherheit über die Entwicklung in Schottland. Der Dax ging mit 9758,03 Punkten nahezu unverändert aus dem Handel. Der EuroStoxx50 verlor 0,2 Prozent. Hauptgesprächsthema an den Märkten war eine Umfrage, wonach bei der Volksabstimmung in Schottland in weniger als zwei Wochen eine Mehrheit für die Unabhängigkeit von Großbritannien stimmen könnte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 600 Millionen Aktien den Besitzer. 1143 Werte legten zu, 1876 gaben nach und 148 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Milliarden Aktien 1525 im Plus, 1200 im Minus und 113 unverändert.

Die US-Kreditmärkte präsentierten sich ebenfalls uneinheitlich. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 3/32 auf 99-5/32. Die Rendite stieg auf 2,4712 Prozent. Der 30-jährige Bond gewann dagegen 8/32 auf 98-3/32 und rentierte mit 3,2239 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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