Börse New York: Athener Sparpaket sorgt für Kauflaune

Börse New York
Athener Sparpaket sorgt für Kauflaune

Die US-Börsen haben heute nach oben tendiert, ganz wie ihre europäischen Pendants es vorgemacht haben. Die Zustimmung zum griechischen Sparpaket verhalf einigen Finanztiteln zu einem deutlichen Plus.
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New YorkDie Zustimmung des griechischen Parlaments zu dem rigorosen Sparkurs hat auch an der Wall Street für Erleichterung gesorgt. Von Euphorie war am Montag aber keine Rede, nicht zuletzt weil die Rettung des finanziell schwer angeschlagenen Euro-Landes noch immer nicht in trockenen Tüchern ist. Besorgt äußerten sich Händler auch über die Krawalle in Athen nach dem Sparvotum. Bruce McCain von der Key Private Bank betonte, dass die Kursgewinne nach dem jüngsten Parlamentsentscheid hinter denen der vergangenen Woche zurückgeblieben seien. „Das zeigt, dass die Aussicht auf eine Einigung mehr Begeisterung auslösen konnte als die Nachricht selbst“, sagte McCain.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schwankte im Verlauf zwischen einem Hoch von 12.887 und einem Tief von 12.799 Punkten. Das Börsenbarometer verabschiedete sich 0,6 Prozent höher bei 12.874 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,7 Prozent auf 1351 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann knapp ein Prozent auf 2931 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,7 Prozent fester bei 6738 Zählern.

In der Hoffnung auf eine Einigung in Griechenland hatte die Wall Street seit Oktober schon kräftig Boden gutgemacht. Doch Rückschläge bei den Verhandlungen hatten den Anlegern immer wieder zugesetzt. Nicht zuletzt angesichts der Unruhen bleibt auch jetzt ungewiss, ob sich die Griechen wirklich an den vereinbarten Sanierungskurs halten und so einen Flächenbrand im schuldengeplagten Europa verhindern können. Dass das Parlament zugestimmt habe, verringere die Spannung aber erst einmal deutlich, sagte Yu-Dee Chang von ACE Investments.

Von den positiven Nachrichten aus Griechenland profitierten vor allem Finanzwerte. Schließlich wird befürchtet, dass Banken und Versicherer bei einer Pleite Griechenlands hohe Abschreibungen vornehmen müssen. Die Anteilsscheine der Bank of America legten 2,2 Prozent zu. Im Mittelpunkt des Geschehens stand auch Apple. Eine weitere Patentklage gegen den Erzrivalen Samsung gab den Aktien des iPad- und iPhone-Herstellers Auftrieb. Sie gewannen fast zwei Prozent auf mehr als 500 Dollar - ein Rekordhoch. Mit der Klage ins Visier nimmt Apple das aktuelle Samsung-Modell, das mit dem Google -Betriebssystem Android läuft. Google konnte seinerseits an der Börse davon profitieren, dass die Kartellwächter in Europa der geplanten milliardenschweren Übernahme von Motorola Mobility zustimmten. Google-Papiere legten 1,1 Prozent auf 612,20 Dollar zu.

Zu den ganz großen Gewinnern gehörten auch Regeneron Pharmaceuticals, nachdem der Pharmakonzern die Umsatzprognose für das Augen-Mittel Eylea kräftig angehoben hatte. Die Papiere schossen gut zwölf Prozent in die Höhe. Zu Beginn einer weiteren Woche voller Bilanzen blickten die Anleger am Montag zunächst vor allem nach Washington, wo Präsident Barack Obama seinen Haushaltsplan vorstellte. Im Wahljahr will er trotz der immensen Schulden mit zusätzlichen Ausgaben kräftig die Konjunktur ankurbeln. An der New York Stock Exchange wechselten rund 682 Millionen Aktien den Besitzer. 2342 Werte legten zu, 688 gaben nach und 82 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,6 Milliarden Aktien 1865 Titel im Plus, 684 im Minus und 81 unverändert.

Anleger haben zum Wochenauftakt weniger Interesse an US-Staatsanleihen gezeigt. Nach der Zustimmung des griechischen Parlaments zu dem für weitere Finanzhilfen notwendigen Sparpaket konzentrierten sich risikofreudigere Investoren am Montag eher auf den Aktienmarkt. Die zehnjährigen Papiere verloren in unruhigem Handel auf 100-3/32. Die Rendite lag bei 2,00 Prozent. Die dreißigjährigen Anleihen gaben auf 99-24/32 nach und rentierten mit 3,14 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das Normalvolk von GR soll ausgepresst werden wie eine Zitrone .
    Wie soll eine Volkswirtschaft noch auf die Beine kommen ,
    wenn nur noch Sparen angesagt ist .

    Die Bankster u. Zocker können wieder ruhig schlafen u.das
    Banken -Casino u. die Zockerei kann weitergehen .
    So wie der deutsche Steuerzahler für das EURO-Schuldendesaster zur Kasse genötigt .
    Hauptsache die Bankster u. Multis machen die Gewinne durch
    den Schulden-EURO .

    Dem deutschen Arbeitnehmer ging es noch nie so schlecht seit dem EURO. Die Preise überall auf Dauersteigflug u. Preistreiberei ebenso.

    Die Inflation ist längst schon bei über 5% angekommen u. nicht laut Bundesstatistik bei 2,1% .
    Alles Lüge u. Volksverdummung ,damit die Arbeitnehmer bei den anstehenden Tarifverhandlungen wieder mit Mini-Lohnerhöhungen u. das wieder über 2 Jahre über den Tisch gezogen werden sollen .

    Die Tariferhöhungen müssen real bei 6% festgeschrieben
    werden für ein Jahr .

    Die Arbeitgeber machen fette Gewinne u. jetzt ist Zahltag!

  • Deutscher: Warum sitzt du hier dösend im Sand neben deinem Boot?
    GR-Fischer: Weil heute die Sonne so schön warm scheint.
    Deutscher: Statt hier faul herumzulungern, wäre es besser, du würdest hinausfahren und Fische fangen.
    GR-Fischer: Warum sollte ich mehr Fische fangen?
    Deutscher: Du könntest damit mehr verdienen.
    GR-Fischer: Warum sollte ich mehr verdienen?
    Deutscher: Dann könntest du dir ein zweites Boot kaufen, weitere Fischer anstellen und noch mehr Fische fangen.
    GR-Fischer: Warum sollte ich das machen?
    Deutscher: Dann könntest du noch mehr Geld verdienen.
    GR-Fischer: Was hätte ich davon?
    Deutscher: Wenn du fest gearbeitet und gutes Geld verdient hättest, könntest du es dir schön machen und dich ausruhen.
    GR-Fischer: Aber das tue ich ja gerade.

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