Börse New York
Atomangst belastet auch Wall Street

Rund um den Globus verkaufen Anleger heute Aktien und suchen nach sicheren Anlagen. Auch die Wall Street startet tief in den roten Zahlen. Auf der Verkaufsliste stehen Anteilsscheine von AIG und Intel.
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New York

Die Furcht vor einer Atomkatastrophe in Japan hat am Dienstag auch die US-Börsen zu Handelsbeginn auf Talfahrt geschickt. Die Anleger befürchteten, dass die Krise der Weltkonjunktur einen schweren Schlag zu versetzen droht. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel in den ersten Minuten rund zwei Prozent auf 11.757 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 rutschte 2,1 Prozent auf 1269 Zähler ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,2 Prozent auf 2640 Punkte. Bereits zuvor war die Börse in Tokio eingebrochen und auch die Märkte in Europa gingen kräftig in die Knie.

Zu den Verlieren an der Wall Street zählten sowohl Unternehmen, die direkt von der Katastrophe in Japan betroffen sind, als auch stärker konjunkturabhängige Werte. Die Papiere des Versicherungsriesen AIG gaben rund vier Prozent nach. Die Aktien des weltgrößten Chipherstellers Intel büßten 2,8 Prozent ein. Die Titel des Industriekonzerns General Electric verzeichneten ein Minus von 3,8 Prozent.

Analysten warnten, dass die Natur- und Atomkatastrophe in Japan das Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung erschüttere. Verbraucher und Unternehmen könnten deswegen ihre Ausgaben einschränken, sagte Analyst Nick Kalivas von MF Global. Derzeit sei dies zwar noch unwahrscheinlich. Aber sollten die Krise und die Turbulenzen am Markt anhalten, wachse das Risiko.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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