Börse New York
Auftrieb an der Wall Street

Positive Quartalsergebnisse und die beruhigende Versicherungen von Fed-Chef Ben Bernanke versetzten die Anleger am Donnerstag an der Wall Street in Kauflaune. Dow Jones und S&P 500 schlossen im Plus.
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New YorkDie Quartalsberichte einer Reihe von Großkonzernen und der US-Bank Morgan Stanley haben am Donnerstag die Anleger an der Wall Street auf Trab gehalten. Das Geldhaus erntete auf dem Parkett Applaus für einen Gewinnsprung im Quartal, IBM begeisterte mit einem optimistischeren Ausblick auf das Gesamtjahr. Düsterer als bisher sehen dagegen Ebay und Intel ihre Zukunft, sie erhielten dafür prompt die Quittung in Form von deutlichen Abschlägen.

Fed-Chef Ben Bernanke sagte vor dem US-Kongress, eine Abkehr von der sehr lockeren Geldpolitik in den USA sei nicht in Sicht. Aus Furcht vor einem Ende des üppigen Geldflusses aus Bernankes Haus messen die Anleger jeder Äußerung der Fed derzeit eine noch größere Bedeutung zu als sonst.

Der Dow-Jones-Index pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 15.589 und einem Tief von 15.465 Punkten. Er schloss mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 15.548 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 gewann auch ein halbes Prozent und ging auf 1689 Zählern aus dem Handel. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat bei 3611 Punkten auf der Stelle. In Frankfurt schloss der Dax ein Prozent fester bei 8337 Punkten.

Zu den größten Gewinnern in New York zählten mit einem Plus von 4,4 Prozent die Aktien der US-Investmentbank Morgan Stanley, die für das zweite Quartal einen mehr als 40-prozentigen Gewinnanstieg bekanntgegeben hatte. Morgan Stanley übertraf damit die Analystenschätzungen deutlich.

Ebenfalls positiv wurde der Zwischenbericht von IBM aufgenommen. Der IT-Dienstleister hob seine Prognose für das Gesamtjahr an und wies zudem einen höheren Gewinn als erwartet aus. Die Aktien stiegen um 1,8 Prozent.

Enttäuscht wurden die Anleger dagegen von den Geschäften des Internet-Auktionshauses eBay und des Chip-Herstellers Intel. EBay-Chef John Donahoe äußerte sich über das künftige Geschäft skeptischer als bisher, und Intel senkte seine Umsatzprognose für 2013. Ebay-Aktien fielen um 6,7 Prozent, Intel um 3,8 Prozent.

Für Gesprächsstoff sorgte auch der PC-Hersteller Dell. Die außerordentliche Hauptversammlung, auf der die Aktionäre über den Buyout-Plan von Gründer Michael Dell abstimmen sollten, wurde kurzfristig auf den 24. Juli verschoben. Mit seiner Offerte will Dell den Konzern von der Börse nehmen, um ihn in Ruhe zu sanieren. Die Dell-Aktien stiegen um rund zwei Prozent.

Nach dem Brand an Bord einer geparkten Boeing -787 in London zeigt die britische Flugaufsicht mit dem Finger nicht auf den US-Rivalen von Airbus selbst, sondern auf den Mischkonzern Honeywell. Dessen Peilsender stehe im Verdacht, das Feuer verursacht zu haben, hieß es. Boeing-Aktien legten 2,7 Prozent zu, Honeywell-Papiere 0,6 Prozent.

Der Pharmariese Pfizer ist Kreisen zufolge aus dem Rennen um das milliardenschwere Biotech-Unternehmen Onyx ausgestiegen. Damit festigt sich die Favoritenrolle für den weltgrößten Biotech-Konzern Amgen. Onyx verbilligten sich um 3,3 Prozent, Pfizer um 0,7 Prozent. Amgen legte dagegen 0,4 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 665 Millionen Aktien den Besitzer. 2031 Werte legten zu, 951 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von etwa 1,7 Milliarden Aktien 1541 Titel im Plus, 931 im Minus und 108 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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