Börse New York
Banken sorgen für Rückenwind

Die Nachfrage nach Finanztiteln hat die US-Börsen am Montag nach durchwachsenem Handel letztlich in die Gewinnzone gehievt. Anleger zeigten Vertrauen darin, dass sich die Dubai-Krise wenig auf die US-Institute auswirken wird. Gemischt fielen die Konjunkturdaten aus. Besonders der Start des Weihnachtsgeschäfts enttäuschte.
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HB NEW YORK. Die New Yorker Aktienbörsen haben nach einem wechselvollen Handel mit Kursgewinnen geschlossen. Vor allem Bankentitel waren gefragt. Anleger hofften nun, dass sich die Finanzschwierigkeiten in Dubai auf die amerikanischen Geldhäuser nur wenig auswirkten. Auch der Einkaufsmanagerindex für Chicago sorgte für Erleichterung. Demnach legte die Wirtschaft im Mittleren Westen im November deutlicher zu als angenommen. Dagegen zeigten sich viele Investoren vom lauen Start der Einzelhändler ins Weihnachtsgeschäft enttäuscht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher bei 10 344 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 10 263 und 10 364 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,4 Prozent auf 1095 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 2144 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 1,1 Prozent tiefer bei 5625 Punkten. Auf Monatssicht legte der Dow im November 6,5 Prozent zu, der S&P 5,7 Prozent und die Nasdaq 4,9 Prozent.

In New York standen die Papiere von Einzelhandelskonzernen im Fokus, die am Wochenende den Beginn des Weihnachtsgeschäftes eingeläutet hatten. „Bisher sind die Zahlen nicht sehr stark“, sagte Bruce Bittles von Robert W. Baird & Co. „Es wird schwer (für die Einzelhändler), die Kunden ohne Rabattaktionen anzulocken, was die Margen drücken wird. In Anbetracht all der Konjunkturhilfen ist das schon enttäuschend.“ Wal-Mart Stores verloren 0,2 Prozent, Target Corp gaben 2,4 Prozent nach. Dagegen stiegen die Papiere des Internethändlers Amazon nach zwischenzeitlichen Verlusten um 3,2 Prozent. Dem Marktforscher comScore zufolge gaben die Verbraucher am vergangenen Freitag, dem sogenannten „Black Friday“, soviel Geld bei Online-Kaufhäusern aus wie nie zuvor zum Start des Weihnachtsgeschäfts. Amazon teilte zudem mit, das digitale Lesegerät Kindle habe sich auch im November gut verkauft.

Zum US-Börsenstart hatte das Emirat Dubai zunächst auch den Anlegern in New York Sorgen bereitet. Die Regierung von Dubai kündigte am Montag an, nicht für die milliardenschweren Schulden der staatseigenen Holding Dubai World geradezustehen. Dies sei Sache der Gläubiger, die ihren Teil der Verantwortung tragen müssten, sagte ein hochrangiger Vertreter des Finanzministeriums. Die Nachricht belastete die europäischen Aktienmärkte, die bereits seit Mittwoch unter den Ankündigungen aus dem Emirat ächzen und eine zweite Welle der Finanzkrise fürchten. Die Börsianer in New York erklärten jedoch, die Reaktionen auf die Dubai-Krise seien übertrieben und die Auswirkungen auf den US-Markt begrenzt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,34 Mrd. Aktien den Besitzer. 1748 Werte legten zu, 1283 gaben nach und 84 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,98 Mrd. Aktien 1376 im Plus, 1317 im Minus und 137 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 101-16/32. Sie rentierten mit 3,198 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten auf 103-02/32 und hatten eine Rendite von 4,194 Prozent.

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