Börse New York
Banken treiben den Dow so hoch wie nie

Die amerikanische Börse eilt von Rekord zu Rekord. Am Donnerstag stützte die Großbank JP Morgan die freundliche Stimmung der Investoren. Auch der deutsche Konzern Bayer sorgte mit einer Meldung für Bewegung in New York.

New YorkDie US-Großbank JPMorgan hat am Donnerstag mit unerwartet guten Geschäftszahlen die Stimmung an der Wall Street beflügelt. Viele Investoren hoffen nun, dass auch die anderen US-Banken im abgelaufenen Quartal gut verdient haben.

Dazu kommt die Aussicht auf eine Lockerung der Geldpolitik in Großbritannien. Die Hüter des Pfund hatten zwar den Leitzins überraschend nicht angetastet. Zugleich signalisierte die Bank von England (BoE) aber, dass im August der Geldhahn aufgedreht werden könnte, sobald Klarheit über die Auswirkungen des Brexit-Referendums besteht.

Der Dow Jones Industrial markierte bei 18 537,57 Punkten den höchsten Stand seiner Geschichte und schloss 0,7 Prozent höher auf 18.506 Punkten. Damit schaffte der US-Leitindex den fünften Gewinntag in Folge - lediglich zur Wochenmitte hatte er eine Verschnaufpause eingelegt und nur ein knappes Plus ins Ziel gerettet.

Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 2163 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,6 Prozent auf 5034 Stellen, womit er seinen bisherigen Jahresverlust endgültig wettmachte.. In Frankfurt ging der Dax 1,4 Prozent höher auf 10.068,30 Zählern aus dem Handel.

Die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA fielen positiv aus: Während die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe entgegen dem erwarteten Anstieg stagniert hatten, hatten die Erzeugerpreise im Juni stärker zugelegt als von Volkswirten prognostiziert worden war.

Experte Umlauf sprach von einer unverändert robusten Beschäftigungsentwicklung in der weltgrößten Volkswirtschaft. Zudem sei der Preisdruck etwas höher als erwartet, was insbesondere die Kernteuerung zeige - dabei werden die schwankungsanfälligen Sektoren Lebensmittel und Energie ausgeklammert. Mit Blick auf die an diesem Freitag anstehenden Konsumentenpreise sieht Umlauf daher Überraschungspotenzial nach oben.

Die JPMorgan -Papiere verteuerten sich um 1,5 Prozent. Das Brexit-Votum hinterließ bislang beim US-Marktführer keine größeren Spuren, der Überschuss fiel dank Einsparungen nicht so stark, wie von Reuters befragte Analysten erwartet hatten.

JPMorgan ist die erste Bank von Weltrang, die nach dem britischen Votum für einen EU-Austritt Zahlen vorlegt. Das überraschende Ergebnis des Referendums hatte an den Börsen zu Turbulenzen geführt, vor allem das Pfund stürzte ab.

In den USA rückt durch die Brexit-Abstimmung die nächste Zinserhöhung der Notenbank Fed nach hinten. Dadurch bleiben die Zinsen extrem niedrig, was Banken zu spüren bekommen. Am Freitag werden Zahlen von Wells Fargo und der Citigroup - der Nummer drei und vier der Branche in den USA - erwartet. Ihre Papiere legten um 1,4 und 2,6 Prozent zu.

Seite 1:

Banken treiben den Dow so hoch wie nie

Seite 2:

Welche Aktien an der Wall Street im Mittelpunkt standen

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%