Börse New York
Bernanke löst Kursverluste aus

Ein pessimistischer US-Notenbankpräsident hat Wall-Street-Händlern die Spekulationsfreude genommen. Gute Konjunkturdaten haben Kursverluste abgebremst. Die Aktie von General Motors reagierte auf den Einstieg bei Peugeot.
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New YorkGewinnmitnahmen und kritische Äußerungen von Fed-Chef Ben Bernanke haben die New Yorker Börsen am Mittwoch belastet. Der jüngsten Rally an der Wall Street sei die Puste ausgegangen, sagten Händler. Börsianer hätten Kasse gemacht. Bernanke verstimmte die Anleger mit der Aussage, die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt sei weiter angespannt. „Der Jobmarkt ist noch weit von Normalität entfernt“, sagte er im Finanzausschuss des Repräsentantenhauses.

Größere Kursverluste wurden jedoch durch den Konjunkturbericht (Beige Book) der Fed verhindert. Die Notenbank sieht die Wirtschaft weiter auf moderatem Wachstumskurs. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer auf 12.952 Punkten. Das Marktbarometer bewegte sich im Handelsverlauf zwischen 12.929 und 13.055 Zählern. Der Index hatte am Dienstag erstmals seit Mai 2008 über 13.000 Zählern geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 0,5 Prozent auf 1365 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,7 Prozent auf 2966 Punkte, nachdem er im Verlauf erstmals seit Dezember 2000 die Marke von 3000 Punkten übersprungen hatte. Im Monatsvergleich legte der Dow 2,5, der S&P 4,1 und die Nasdaq 5,4 Prozent zu. In Frankfurt schloss der Dax 0,5 Prozent tiefer mit 6856 Punkten.

Ein überraschend kräftiger Jahresendspurt der US-Wirtschaft und der Geldsegen der EZB für die Banken der Euro-Zone hatten den US-Börsen am Mittwoch zur Eröffnung noch Auftrieb gegeben. Die US-Wirtschaft wuchs im vierten Quartal überraschend stark. Das Bruttoinlandsprodukt legte mit einer Jahresrate von 3,0 Prozent zu. Das ist der beste Wert seit Frühjahr 2010. „Das belegt eine stete Verbesserung trotz der starken Schwankungen am Markt im vergangenen Jahr“, sagte Tim Ghriskey, Chef-Investmentstratege bei Solaris Group.

Auch aus Europa kamen positive Impulse. Die Europäische Zentralbank stellte 800 Banken aus der Euro-Zone für drei Jahre knapp 530 Milliarden Euro zum historisch niedrigen Zins von einem Prozent zur Verfügung. Damit will die EZB eine Kreditklemme verhindern.

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