Börse New York
Bernanke-Rede reißt Wall Street nicht mit

So uneinheitlich wie die Wall Street am Montag in den Handel startete, so uneinheitlich hat sie ihn beendet. Die Rede von Fed-Chef Ben Bernanke vor dem Economic Club of Washington konnte den US-Börsen nur kurzfristig Auftrieb geben.
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HB NEW YORK. Die US-Börsen haben ihre Gewinne nach einer Rede von Fed-Chef Ben Bernanke am Montag etwas ausgebaut. Nach den Worten des Notenbank-Chefs hat sich die US-Wirtschaft zwar erholt. Dennoch warnte er in seiner Rede vor dem Wirtschaftsclub in Washington vor Risiken wie der hohen Arbeitslosigkeit. In Aussicht stellte Bernanke eine längere Phase niedriger Zinsen. Nach den erfreulichen Arbeitsmarktdaten vom Freitag waren viele Investoren davon ausgegangen, dass die Fed ihre Politik des billigen Geldes bald beenden könnte. Der US-Dollar gab um 0,4 Prozent nach. Positiv stimmte die Anleger eine Heraufstufung von einigen Titeln aus der Kreditkartenbranche.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte bis zum frühen Nachmittag in New York um 0,4 Prozent auf 10 429 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,3 Prozent auf 1 109 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq notierte 0,1 Prozent im Plus bei 2 196 Punkten.

Die Aktie von American Express stieg 1,3 Prozent, nachdem die Analysten der Bank of America-Merrill Lynch das Papier auf „neutral“ heraufgestuft hatten. Positiver schätzten sie auch die Entwicklung der Aktien von Capital One Financial und Discover Financial Services ein. Die Capital-One-Aktie fiel 0,5 Prozent, das Papier von Discover Financial stieg um 3,1 Prozent.

Die Titel des Lebensmittelriesen Kraft gewannen 0,6 Prozent. Der britische Schokoladenkonzern Cadbury hatte angekündigt, am 14. Dezember eine formelle Antwort auf Krafts 16 Mrd. Dollar schweres Übernahmeangebot vorzulegen.

Die Chip-Hersteller AMD und Nvidia profitierten von einer Heraufstufung des Kursziels durch Citigroup-Analysten. AMD-Papiere gewannen 8,1 Prozent, die von Nvidia sogar 13,7 Prozent.

Einem Bericht der „Financial Times“ zufolge will die staatlich gestützte Citigroup beim Finanzministerium erreichen, dass sie 20 Mrd. Dollar an Regierungshilfen möglichst bis Mitte des Monats zurückzahlen kann. Sollte die Bank vor der Vorlage ihrer Quartalsergebnisse Ende Januar eine Kapitalerhöhung einleiten wollen, müsste sie dies bis zum 14. oder 15. Dezember tun. Citigroup-Aktien büßten 0,5 Prozent ein.

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