Börse New York
Bilanzen und die Fed halten US-Anleger auf Abstand

Vor der Zinsentscheidung der Fed hielten sich viele Aktionäre in den USA zurück. Mit Spannung wird auch auf die Bilanzen von Apple von Ebay gewartet. Der Dow Jones konnte am Dienstag deswegen nur leicht zulegen.

Einen Tag vor der Zinsentscheidung der Notenbank (Fed) sind die Anleger an der Wall Street auf Nummer sicher gegangen. Die US-Börsen schlossen am Dienstag wenig verändert. Gestützt wurden sie durch anziehende Ölpreise. Auf die Stimmung drückten dagegen die Quartalsberichte der Schwergewichte Procter & Gamble und 3M. Außerdem warteten Börsianer auf weitere Unternehmenszahlen. Apple, Ebay und AT&T wollten ihre nach Handelsschluss vorlegen.

"Der Fokus liegt auf den Firmenergebnissen. Sie sollen zeigen, ob sich die Geschäfte in den kommenden Quartalen erholen", sagte Marktökonom Scott Brown vom Wertpapierhandelshaus Raymond James. "Derzeit befinden wir uns im Niemandsland." Was die Geldpolitik angeht, rechnen Marktbeobachter zwar nicht damit, dass die Fed nach ihrer zweitägigen Sitzung am Mittwoch eine Zinsanhebung bekanntgeben wird. Sie erhoffen sich aber weitere Hinweise darauf, wie wahrscheinlich ein solcher Schritt beim Treffen im Juni ist.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,1 Prozent im Plus bei 17.990 Punkten. Der breiter gefasste S&P legte um 0,2 Prozent auf 2092 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 4888 Zähler. In Frankfurt beendete der Dax den Handel mit knapp 10.260 Punkten 0,3 Prozent niedriger.

Die Aktie des Mischkonzerns 3M gab 1,3 Prozent nach. Das Unternehmen büßte an Umsatz ein, weil die Wirtschaft in Schwellenländern schwächer wächst und der starke Dollar die Auslandserlöse schmälert.

Procter & Gamble verloren 2,3 Prozent an Börsenwert. Der Pampers-Hersteller steigerte zwar seinen Gewinn dank Einsparungen kräftig, aber die Umsätze gingen zurück.

Auf der Verliererseite standen ferner Whirlpool, die 3,5 Prozent einbüßten. Der Haushaltsgeräte-Hersteller verprellte die Anleger mit Rückgängen bei Umsatz und Gewinn.

Kursgewinne gab es dagegen insbesondere bei Energietiteln, die von steigenden Ölpreisen profitierten. Exxon verteuerten sich um 0,3 Prozent, Chevron um 0,8 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 920 Millionen Aktien den Besitzer. 2329 Werte legten zu, 679 gaben nach und 122 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,80 Milliarden Aktien 1786 Werte im Plus, 1031 im Minus und 166 unverändert.

Auch an den US-Kreditmärkten warteten die Anleger auf den Ausgang der Fed-Sitzung am Mittwoch. Die zehnjährigen Staatsanleihen fielen 9/32 auf 97-08/32. Sie rentierten mit 1,93 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 19/32 auf 94-26/32 nach und hatten eine Rendite von 2,75 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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