Börse New York
„Candy Crush“ & Co. drücken Wall Street ins Minus

Tag eins an der Börse des Machers der Smartphone-Sensation war das schlechteste Debüt des Jahres – und trug zu den Verlusten des gesamten Marktes bei. Der Handelstag am Mittwoch endete im Minus.
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New YorkKursabschläge bei Hochtechnologiewerten haben die Wall Street am Mittwoch ins Minus gedrückt. Nach einem freundlichen Start angesichts guter Konjunkturdaten drehten die US-Börsen im späten Handel und schlossen mit Verlusten.

Besonders abgestraft wurden Facebook -Aktien. Der Kauf des Start-Up-Unternehmens Oculus wurde von den Investoren nicht gut aufgenommen. Die Facebook-Aktie rauschte knapp sieben Prozent in den Keller.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent tiefer bei 16.269 Punkten auf seinem Tagestief. Der Tageshöchststand lag bei 16.466 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,7 Prozent auf 1853 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 1,43 Prozent auf 4174 Punkte. In Frankfurt ging der Dax dagegen mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 9448 Punkte aus dem Handel.

Im frühen Geschäft hatten die Investoren noch auf einen anhaltenden Aufschwung in den USA und baldige Konjunkturhilfen der chinesischen Regierung gesetzt. Die US-Industrie zog im Februar überraschend viele Aufträge an Land.

„Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass die US-Wirtschaft im 2. Halbjahr an Fahrt gewinnen wird“, prognostizierte NordLB-Analyst Tobias Basse in einem Kommentar. Zudem nahm auch die Furcht der Investoren vor Beeinträchtigungen der Weltwirtschaft durch die Krim-Krise ab. Schärfere Sanktionen will der Westen nur ergreifen, wenn Russland nach der Eingliederung der Krim weiter in der Ukraine vorgeht.

Der Videospiel-Entwickler King Digital Entertainment legte ein enttäuschendes Debüt an der Wall Street hin. Die Aktien fielen an ihrem ersten Handelstag fast 16 Prozent und schlossen mit einem Preis von 19 Dollar pro Stück. Zahlen von Renaissance Capital zufolge das bisher schlechteste Börsendebüt des Jahres.

Die Aktien von DirectTV kletterten dagegen fast sechs Prozent, die von Dish Network um mehr als sechs Prozent. Bloomberg hatte berichtetet, die Chefs beider Unternehmen hätten über eine Fusion gesprochen.

Bei den Einzelwerten machte Facebook von sich Reden. Nur fünf Wochen nach der 19 Milliarden Dollar teuren Übernahme von WhatsApp kauft das weltgrößte Internet-Netzwerk nun das Start-Up Oculus für zwei Milliarden Dollar. Das Unternehmen stellt Datenbrillen her, mit denen Nutzer bei Computerspielen in eine virtuelle Welt eintauchen können.

Accessoires wie Computer-Uhren oder Datenbrillen könnten Experten zufolge nach Smartphones und Tablet-PCs der nächste große Trend in der Technologiebranche werden. Bei den Anlegern konnte Facebook damit allerdings vorerst nicht punkten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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