Börse New York
Caterpillar drückt Dow-Jones-Index

Der wichtigste amerikanische Index wurde von enttäuschenden Zahlen von Caterpillar und Microsoft ins Minus gedrückt. Die Erleichterung über Euro-Gipfel rückt in den Hintergrund
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Angesichts durchwachsener Quartalsberichte haben die US-Börsen am Freitag uneinheitlich tendiert. Die Zahlen des Baumaschinen-Herstellers Caterpillar verpassten dem Dow-Jones-Index einen Dämpfer, während Chipwerte der Nasdaq einen deutlichen Gewinn verschafften.

In den Hintergrund traten dabei überraschend starke Geschäfte des größten US-Mischkonzerns General Electric (GE) sowie die Erleichterung über die Einigung auf ein neues Rettungspaket für Griechenland beim Euro-Krisengipfel.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank 0,3 Prozent auf 12.681 Punkte, nachdem er zwischen 12.644 und 12.740 Zählern geschwankt hatte. Der breiter gefasste S&P 500 stieg minimal auf 1345 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,9 Prozent auf 2858 Stellen. Im Wochenvergleich gewann der Dow-Jones-Index 1,6 Prozent, der S&P-Index 2,2 Prozent und die Nasdaq 2,5 Prozent.

In Frankfurt verließ der Dax den Handel mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 7326 Stellen.

Das Geschäft von Caterpillar bremsten der schleppende Aufschwung in den USA und eine schwache Nachfrage auch in anderen Industriestaaten. Das Schicksal Caterpillars wird von den Börsianern immer mit Argusaugen beobachtet, da das Unternehmen als Konjunkturbarometer gilt. Der Kurs des Dow-Wertes rutschte um fast sechs Prozent ab.

Demgegenüber standen die Kursgewinne der Chipwerte Sandisk und AMD in Folge überraschend guter Bilanzen. Sandisk-Aktien kletterten um zehn Prozent, AMD-Aktien schossen gar um 20 Prozent in die Höhe.

Der Quartalsbericht von Microsoft traf dagegen auf ein geteiltes Echo der Anleger. Einerseits legte der Konzerngewinn zwar stärker zu als von Analysten vorausgesagt. Aber die Umsätze mit dem Kernprodukt Windows gaben wegen schwacher Computerabsätze nach. Microsoft-Aktien beendeten den Tag nach einer Berg- und Talfahrt 1,6 Prozent fester.

Die Freude über die Geschäftszahlen des Siemens-Rivalen GE, der seinen Gewinn überraschend deutlich steigerte, währte nicht lange. Mit einem Gewinnsprung im vergangenen Quartal und einem selbstbewussten Ausblick überzeugte GE die Börsianer zunächst. Nach anfänglichen Kursgewinnen rutschten die Aktien des Konzerns dann jedoch ins Minus.

Besser erging es da den Aktien von McDonalds. Ein reger Kundenzulauf in Europa und auf dem Heimatmarkt USA bescherte dem Konzern satte Gewinne. Mit neuen Angeboten luchste die weltgrößte Schnellrestaurant-Kette der Konkurrenz Marktanteile ab - die Börsianer belohnten dies mit einem Kursanstieg von gut zwei Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,74 Milliarden Aktien den Besitzer. 1396 Werte legten zu, 1534 gaben nach und 137 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,67 Milliarden Aktien 1256 im Plus, 1294 im Minus und 115 unverändert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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