Börse New York
China-Daten kurbeln die Wall Street an

Positive Wachstumsdaten aus China sorgen am Mittwoch für ein neues Allzeithoch beim Dow Jones. Intel freut sich über Rückenwind, Yahoo bricht das Geschäft weg und Time-Warner-Titel heben nach einem Übernahmebericht ab.
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New YorkÜberraschend gute Konjunkturdaten aus China haben die New Yorker Börsen am Mittwoch angetrieben. Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist im zweiten Quartal etwas stärker gewachsen als erwartet - das Bruttoinlandsprodukt legte von April bis Juni um 7,5 Prozent zu. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem konstanten Wert von 7,4 Prozent gerechnet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent höher auf 17.138 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P-500 rückte 0,4 Prozent auf 1981 Stellen vor, der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 4425 Stellen.

"Die guten China-Daten bestätigen uns in der Ansicht, dass sich die Weltwirtschaft weiter erholt", sagte ein Börsianer. Nach Einschätzung der Analysten der NordLB bleibt das Wachstumsziel des Riesenreichs von 7,5 Prozent in diesem Jahr greifbar. Mit staatlicher Hilfe beschleunigen die Chinesen derzeit unter anderem den Ausbau des Schienennetzes, mehr Mittel fließen auch in den Wohnungsbau. Diese Abhängigkeit von der Pekinger Regierung monieren allerdings nicht wenige Experten.

Bei den US-Einzelwerten legten Aktien von Time Warner um rund 17 Prozent zu, nachdem bekanntwurde, dass Medienzar Rupert Murdoch den Eigentümer des Senders CNN und der Warner Bros-Filmstudios für rund 80 Milliarden Dollar kaufen will. Time Warner hat das Angebot aber abgelehnt.

Dagegen gaben Yahoo -Aktien rund fünf Prozent nach. Bei dem Internet-Pionier gingen auch im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn zurück. Vor allem mit Werbung nimmt der US-Konzern immer weniger ein.

Der Kurs der Bank of America sank um fast zwei Prozent. Dem zweitgrößten US-Finanzinstitut machen Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten und geringere Einnahmen im Hypotheken-Geschäft zu schaffen, der Nettogewinn brach um 43 Prozent ein.

Intel -Aktien verteuerten sich um mehr als neun Prozent. Nach langer Talfahrt im Geschäft mit traditionellen Computern verspürt der weltgrößte Chip-Hersteller wieder Rückenwind. Die Zahlen für das zweite Quartal überraschten positiv. Zudem ist Intel optimistischer für das Gesamtjahr.

In Frankfurt schloss der Dax 1,4 Prozent höher auf 9859 Zählern, nachdem er am Dienstag 0,7 Prozent verloren hatte. Der EuroStoxx50 gewann 1,5 Prozent auf 3201 Zähler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 670 Millionen Aktien den Besitzer. 1674 Werte legten zu, 1348 gaben nach und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,04 Milliarden Aktien 1131 im Plus, 1533 im Minus und 132 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 5/32 auf 99-23/32. Die Rendite sank auf 2,532 Prozent. Der 30-jährige Bond stieg 14/32 auf 100-19/32 und rentierte mit 3,344 Prozent. Händler sagten, dass die festverzinslichen Wertpapiere wegen der weltweiten geopolitischen Spannungen gefragt gewesen seien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Thomas Terhorst
Thomas Terhorst
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter

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