Börse New York
Cisco-Zahlen belasten Wall Street

Der unerwartet schwache Geschäftsausblick des Netzwerkausrüsters Cisco Systems hat die US-Börsen am Donnerstag belastet. Viele Händler befürchten, dass die düstere Prognose angesichts leerer öffentlicher Kassen in Europa und den USA ein Hinweis auf die Entwicklung der gesamten Wirtschaft sein könnte.
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HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent niedriger bei 11 283 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,4 Prozent auf 1214 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq war mit 0,9 Prozent auf 2556 Stellen im Minus. In Frankfurt schloss der Dax fast unverändert bei 6723 Punkten.

Cisco-Chef John Chambers ernüchterte die Anleger mit einem schwachen Geschäftsausblick für 2011. Kurzfristig rechne der High-Tech-Konzern in Europa mit Herausforderungen, sagte er.

Dienstleister und öffentliche Auftraggeber könnten ihr Geld künftig stärker zusammenhalten und weniger ausgeben. Er stellte für 2011 ein Umsatzwachstum zwischen neun und zwölf Prozent in Aussicht. Analysten hatten bislang gut 13 Prozent erwartet. Die Cisco-Aktie brach um 16 Prozent ein. Die Papiere zogen viele Technologieaktien mit nach unten.

Papiere von Microsoft verloren ein Prozent und IBM 0,8 Prozent. Die Titel des Cisco-Konkurrenten Juniper Networks gaben dagegen nur 0,06 Prozent nach. Auch die Aktien des Flugzeugbauers Boeing standen im Fokus der Anleger. Das Unternehmen berichtete von acht Abbestellungen für sein neues Langstreckenflugzeug 787. Insgesamt liegen für den Großraumjet etwa 850 Bestellungen vor.

Die erste Auslieferung ist - nach mehreren Verzögerungen - für 2011 geplant. Boeing-Aktien gaben 2,5 Prozent nach. Kurz vor Börsenschluss enttäuschte der Unterhaltungskonzern Walt Disney die Anleger mit seinem Quartalsbericht. Wegen der schwachen Kabelfernsehgeschäfte sanken Umsatz und Gewinn. Die Aktie gab um gut drei Prozent nach.

An der New Yorker Börse wechselten rund 950 Mio. Aktien den Besitzer. 1041 Werte legten zu, 1903 gaben nach, 110 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,56 Mrd. Aktien 897 im Plus, 1739 im Minus und 117 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 08/32 auf 99-31/32. Sie rentierten mit 2,63 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 10/32 auf 94 und hatten eine Rendite von 4,23 Prozent.

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