Börse New York
Citigroup und Pharma-Werte im Mittelpunkt

In Deutschland trieb der deutsche WM-Sieg die Werte. Auch in den USA startete die Woche mit Gewinnen. Hier waren die Treiber andere: Die Citigroup, die einen Streit mit der Justiz hinter sich brachte, und Pharma-Titel.
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New York Die Wall Street ist mit Kursgewinnen in die neue Woche gestartet. Neben den Quartalszahlen der Großbank Citigroup versetzten Fusionen in der Pharmabranche Investoren in Kauflaune. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,7 Prozent höher auf 17.055 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,5 Prozent auf 1977 Stellen vor, der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte zuletzt 0,6 Prozent im Plus bei 4440 Stellen.

Bei den Einzelwerten stiegen Citigroup-Aktien drei Prozent. Das Institut verbuchte im zweiten Quartal zwar wegen eines kostspieligen Vergleichs im Hypotheken-Streit eine Sonderbelastung von 3,8 Milliarden Dollar. Der bereinigte Nettogewinn fiel mit knapp vier Milliarden Dollar aber höher aus als erwartet. Im Laufe der Woche legen noch JPMorgan, Goldman Sachs und Bank of America ihre Zahlen vor.

Mylan -Papiere legten rund zwei Prozent zu. Der Generikahersteller übernimmt vom Diagnostikkonzern Abbott für 5,3 Milliarden Dollar Geschäfte mit Nachahmerpräparaten und Spezialpharmazeutika außerhalb der USA. Abbott-Anteilscheine stiegen 1,3 Prozent.

In den USA gehandelte Aktien des Arzneimittelherstellers Shire kletterten um 2,1 Prozent. Shire gab seinen Widerstand gegen eine Übernahme durch AbbVie auf. Damit dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis der Konzern aus Chicago den mittlerweile 31 Milliarden Pfund (39 Milliarden Euro) schweren Zukauf in trockene Tücher bringen kann. AbbVie-Papiere gaben 0,2 Prozent nach.

Am deutschen Aktienmarkt begeisterte der WM-Titel der Fußball-Nationalmannschaft die Investoren. Adidas, der Ausrüster der Nationalelf, lag mit einem Plus von 2,7 Prozent an der Dax -Spitze. Das Unternehmen profitierte von der Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage nach dem Weltmeister-Trikot und anderen WM-Artikeln. Der Leitindex legte nach seinen deutlichen Verlusten in der Vorwoche um 1,2 Prozent auf 9783,01 Punkte zu.

„Triumph der Deutschen überstrahlt alles“

Der EuroStoxx50 stieg um ein Prozent auf 3187,50 Zähler. „Der Triumph der deutschen Fußballer überstrahlt heute alles, aber schon bald dürften sich die Blicke der Anleger wieder auf die Krisen in Nahost und die anstehende Berichtssaison richten“, sagte Kapitalmarkt-Experte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 590 Millionen Aktien den Besitzer. 1960 Werte legten zu, 1095 gaben nach und 117 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,57 Milliarden Aktien 1684 im Plus, 991 im Minus und 128 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 7/32 auf 99-20/32. Die Rendite stieg auf 2,543 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 12/32 auf 100-8/32 und rentierte mit 3,362 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit Spekulationen über eine frühere Anhebung der Leitzinsen. US-Notenbankchefin Janet Yellen soll sich vor dem Kongress am Dienstag und Mittwoch zur Ausrichtung der Geldpolitik äußern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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