Börse New York
Citigroup und Washington drücken Dow

Trotz optimistischer Stimmen bleibt ein Deal im US-Haushaltschaos in weiter Ferne. Dazu kamen am Dienstag enttäuschende Zahlen der Citigroup. Die Leitindizes in New York litten.
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New YorkEine enttäuschende Quartalsbilanz der Citigroup und der anhaltende Etatstreit haben am Dienstag die New Yorker Börsen belastet. Die Flaute im Anleihehandel schmälerte den Gewinn der drittgrößten US-Bank unerwartet deutlich. Der US-Senat setzte im späten Geschäft an der Wall Street die Verhandlungen im Haushaltsstreit aus. Diese Nachricht nahmen die Börsianer zum Anlass, verstärkt Aktien abzustoßen.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,9 Prozent tiefer auf 15.168 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 15.161 und 15.301 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,7 Prozent auf 1698 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,6 Prozent auf 3794 Punkte.

Der Handel wurde auch von der Bilanzsaison beherrscht, da zahlreiche Unternehmen ihre Geschäftszahlen präsentierten. Die Aktien der Citigroup ließen nach enttäuschenden Zahlen 1,5 Prozent Federn. Johnson & Johnson überzeugte dagegen die Anleger mit einem starken Wachstum verschreibungspflichtiger Medikamente und wurde dafür mit einem Kursplus von 0,2 Prozent belohnt.

Die Senkung der Gewinnprognose für das laufende Jahr um zehn Prozent brachte die Anteilsscheine des Daten-Verarbeiters Teradata unter Druck. Die Titel stürzten um 18,3 Prozent auf 42,9 Dollar ab. Das Unternehmen, das Konzerne wie Cisco, Ebay und Verizon zu seinen Kunden zählt, enttäuschte zudem die Anleger mit einem vorläufigen Quartalsergebnis. Zahlreiche Analysten senkten daraufhin ihre Anlageempfehlungen.

Der Dax schloss mit 8804,44 Punkten fast ein Prozent im Plus und damit so hoch wie noch nie zuvor. Damit verfehlte er das im Handelsverlauf aufgestellte Rekordhoch von 8820,98 Punkten nur knapp. Auch der MDax zog um ein Prozent auf 15.423 Zähler an, was ebenfalls der höchste Schlussstand seiner Geschichte war.

Das Wachstum der Industrie im US-Schlüsselstaat New York verlangsamte sich im Oktober überraschend. Der Empire-State-Index fiel auf 1,52 von 6,29 Punkten im Vormonat, wie die New Yorker Federal Reserve mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Mai. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 7,0 Punkte gerechnet. Ein Wert über der Null-Marke signalisiert ein Wachstum im Vergleich zum Vormonat.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 690 Millionen Aktien den Besitzer. 682 Werte legten zu, 2321 gaben nach und 86 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,72 Milliarden Aktien 732 im Plus, 1790 im Minus und 100 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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