Börse New York
Comeback der Finanzwerte treibt Wall Street an

Nicht nur in Europa können Bankaktien am letzten Handelstag der Woche Gewinne verbuchen. Auch die US-Finanzinstitute legen kräftig zu. Die amerikanischen Börsen erholen sich von den Verlusten des Vortages.

New YorkBeflügelt von einer Erholung bei den Ölpreisen und Bankenaktien hat die Wall Street am Freitag deutlich zugelegt. Beruhigende Nachrichten kamen auch von der Konjunkturseite. Die Einzelhändler starteten mit leichten Umsatzzuwächsen ins Jahr. "Rezessionssorgen lassen sich auf dieser Basis nicht herleiten", sagte Helaba-Ökonom Ralf Umlauf. Der Einzelhandel macht etwa 30 Prozent des privaten Konsums in den USA aus.

Für einen weiteren Stimmungsaufheller sorgten Spekulationen auf baldige Öl-Förderkürzungen. US-Leichtöl WTI verteuerte sich um mehr als zwölf Prozent auf 29,41 Dollar je Fass, die Nordseesorte Brent kostete mit knapp 33 Dollar rund 9,6 Prozent mehr. Dem "Wall Street Journal" zufolge ist die Opec bereit, über eine abgestimmte Kürzung der Förderung zu reden. Der Ölpreis ist seit Mitte 2014 um fast 75 Prozent eingebrochen, weil der schwächelnden Öl-Nachfrage ein Überangebot gegenübersteht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte bis zum frühen Nachmittag in New York zwei Prozent auf 15.974 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um zwei Prozent auf 1865 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,7 Prozent auf 4338 Stellen.

Bei den Einzelwerten gehörten die Bankenaktien zu den größten Gewinnern. JPMorgan verteuerten sich um rund acht und Goldman Sachs um vier Prozent, Citigroup und Bank of America legten je sieben Prozent zu: Finanztitel rund um den Globus waren zuletzt eingebrochen, weil Investoren einen Schwächeanfall der Weltwirtschaft und Kreditausfälle im Bankensektor fürchteten.

Die Anteilsscheine von Activision Blizzard brachen dagegen knapp acht Prozent ein, nachdem der Computerspiele-Hersteller enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt hatte.

Die Dividendenpapiere von AIG sprangen deutlich Prozent in die Höhe. Der für sein aggressives Finanzgebaren bekannte Investor Carl Icahn entsendet einen Vertreter in das Direktorium des größten nordamerikanischen Versicherers.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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