Börse New York
Daten vom Immobilienmarkt stützen US-Börsen

Neue Hoffnungen auf ein Abebben der Rezession haben den US-Börsen auch am Dienstag Gewinne beschert. Mehrere Finanzinstitute schreckten ihre Aktionäre dagegen durch die Ankündigung einer Kapitalerhöhung. Mit Erleichterung wurden die neuesten Zahlen vom Immobilienmarkt aufgenommen.

HB NEW YORK. Die Papiere einiger Banken gerieten dagegen unter Druck, nachdem die Geldhäuser Kapitalerhöhungen zur Rückzahlung der Staatshilfen angekündigt haben. Marktteilnehmer befürchten eine Verwässerung von Anteilen in Folge der Ausgabe neuer Aktien.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,22 Prozent fester bei 8740 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 8693 und 8787 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index kletterte um 0,2 Prozent auf 944 Punkte, der Index der Technologiebörse Nasdaq um 0,4 Prozent auf 1836 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax kaum verändert bei 5144 Punkten.

Mit Erleichterung wurden Zahlen vom Immobilienmarkt aufgenommen. "Wir haben mit den Immobilienzahlen einen großen Schritt nach vorn gemacht", sagte Todd Leone von Cowen & Co. Die Zahl der bevorstehenden Hausverkäufe kletterte im April binnen Monatsfrist so stark wie seit siebeneinhalb Jahren nicht mehr, wie die Nationale Maklervereinigung (NAR) mitteilte. Ihr Index der sogenannten schwebenden Hausverkäufe stieg überraschend deutlich um 6,7 Prozent auf 90,3. Das Bauunternehmen Horton gehörte zu den größten Nutznießern. Die Papiere kletterten um 4,1 Prozent.

Auf Unternehmensseite standen Titel aus der Finanzbranche im Mittelpunkt. American Express, JPMorgan und Morgan Stanley rüsten sich mit Kapitalerhöhungen für die schnelle Rückzahlung von Staatshilfen. Am Markt wurden die Pläne und die Ausgabe neuer Aktien in den vergangenen Tagen wegen ihrer verwässernden Effekte aber mit gemischten Gefühlen aufgenommen. American Express-Papiere verloren rund fünf Prozent, die Aktien von JPMorgan 4,5 Prozent. Dagegen notierten die Anteilsscheine von Morgan Stanley 0,7 Prozent und die der Bank of America

1,8 Prozent fester aus dem Handel. Das Geldhaus hat seine Kapitalziele nach eigenem Bekunden weitgehend erreicht. Verschiedene Maßnahmen hätten bislang insgesamt 33 Mrd. Dollar erbracht. Die Regierung hatte bei dem Kreditinstitut in ihrem Stresstest eine Unterkapitalisierung von 33,9 Mrd. Dollar festgestellt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,41 Mrd. Aktien den Besitzer. 1810 Werte legten zu, 1239 gaben nach und 77 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,37 Mrd. Aktien 1506 im Plus, 1146 im Minus und 144 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 95-27/32. Sie rentierten mit 3,624 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten auf 96-05/32 und hatten eine Rendite von 4,484 Prozent.

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