Börse New York
Der Dow Jones erleidet einen Rückschlag

Der Dow Jones verharrt am Dienstag bis zum Handelsschluss weiter im Minus. Anlass dafür waren US-Konjunkturdaten, auch wenn sie nur geringfügig schlechter ausfielen als erwartet. Investoren nahmen Gewinne mit.
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DüsseldorfDie Wall Street hat am Dienstag nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Wochen eine Verschnaufpause eingelegt und etwas an Boden verloren. Für Unmut sorgte die US-Notenbank Federal Reserve, die die Hoffnung vieler Börsianer auf eine zusätzliche Geldspritze dämpfte. Auf eine Erholung der Industrieaufträge reagierte der Markt kaum, weil der Anstieg nach dem Rückschlag zu Jahresanfang im Rahmen der Erwartungen ausfiel.

„Vielleicht ist heute eine gute Gelegenheit für eine Pause - auch weil die Bilanzsaison bald wieder losgeht“, sagte James Dunigan von PNC Wealth Management in Philadelphia. Doug Foreman von Kayne Anderson Rudnick Investment Management fügte hinzu: „Der Markt ruht sich wahrscheinlich nach der großen Bewegung nur aus, um dann hoffentlich erholt weiterzumachen.“ Dass die Fed bei der Erholung der Wirtschaft nicht zusätzlich nachhelfen wolle, sei jedoch eine Enttäuschung, hieß es.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent schwächer bei 13.199 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,4 Prozent auf 1413 Zähler. Das Börsenbarometer S&P 500 hatte erst am Montag den höchsten Stand seit vier Jahren erklommen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab dank Kursgewinnen bei Apple nur 0,2 Prozent nach auf 3113 Punkte. Die Aktie des schwergewichtigen US-Computerkonzerns stieg knapp zwei Prozent auf den neuen Rekordwert von rund 630 Dollar. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von ein Prozent auf 6982 Zählern aus dem Handel.

Viele Anleger hielten sich auch wegen der verkürzten Handelswoche zurück, die Umsätze blieben gering. Viele Investoren hatten zudem neben dem Fed-Protokoll bereits die Arbeitsmarktdaten im Blick, die am Karfreitag veröffentlicht werden - obwohl die Börse an diesem Tag geschlossen bleibt. Zu den größten Verlierern gehörten Finanzwerte. Die Aktien der Bank of America gaben zwei Prozent nach.

Bei den Einzelwerten standen Autounternehmen, Blackberry-Hersteller Research in Motion sowie Groupon im Mittelpunkt. Die US-Autobauer verzeichneten im März insgesamt robuste Verkäufe. Ford verbuchte auf dem Heimatmarkt den besten Absatz seit fünf Jahren und wurde dafür mit einem leicht steigenden Aktienkurs belohnt. Mit den Verkaufszahlen von General Motors (GM) waren die Anleger dagegen nicht zufrieden: Die GM-Aktien notierten fast fünf Prozent schwächer.

Rasant abwärts ging es auch mit den RIM-Titeln. Ein niederländischer Chiphersteller reichte eine Patentklage gegen den Konzern ein und schickte damit die US-Aktie fast zehn Prozent ins Minus. Auch für das US-Rabattportal Groupon läuft es derzeit nicht gut. Einem Medienbericht zufolge überprüft die US-Börsenaufsicht die jüngste Bilanzkorrektur des Unternehmens, dessen Aktien am Montag bereits um 17 Prozent abgestürzt waren. Die Aktie konnte sich nicht erholen und gab noch einmal knapp zwei Prozent nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,82 Milliarden Aktien den Besitzer. 1051 Werte legten zu, 1934 gaben nach und 113 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 767 im Plus, 1767 im Minus und 97 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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