Börse New York
Der Dow Jones trudelt ins Minus

Die Wall Street hat mit Verlusten geschlossen. Obwohl dort zu Beginn Gewinne auf den Anzeigetafeln standen, ging es zum Ende bergab. Anleger spekulierten auf rasches Eingreifen der EZB zur Entschärfung der Euro-Krise.
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New YorkLeichte Gewinnmitnahmen haben die US-Börsen am Dienstag belastet. Nachdem der S&P im frühen Handel auf den höchsten Stand seit Mai 2008 geklettert war, machten einige Anleger Kasse. Trotz der moderaten Verluste zeigten sich die Börsianer für die nächste Zeit optimistisch. "Es gibt praktisch keine negative Entwicklung, vor der man Angst haben müsste", sagte Wayne Kaufman von John Thomas Financial in New York.

Zu Beginn hatte noch die Hoffnung auf ein baldiges Handeln der Zentralbanken zur Ankurbelung der Konjunktur und zur Milderung der europäischen Schuldenkrise die Märkte gestützt. Eine erfolgreiche Auktion spanischer Geldmarktpapiere ließ die Börsianer aufatmen. Die Regierung in Madrid zapfte am Dienstag erfolgreich den Kapitalmarkt an und musste Investoren nicht mehr so hohe Zinsen bieten wie zuletzt. Offenbar sind Anleger wieder bereit, mehr Risiko einzugehen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer auf 13.203 Punkten. Im Verlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 13.186 und 13.330 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich um 0,4 Prozent auf 1413 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 3067 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 0,8 Prozent höher bei 7089 Punkten aus dem Handel.

Bei den US-Einzelwerten setzte Facebook seine Talfahrt trotz der Kaufempfehlung eines Vermögensverwalters vom Vortag fort. Das Papier verlor 4,3 Prozent auf 19,15 Dollar. Facebook-Direktor und PayPal-Gründer Peter Thiel machte nach Ablauf der ersten Haltefrist den größten Teil seines Aktienpaketes am sozialen Netzwerk zu Geld und verkaufte Anteilsscheine im Wert von rund 400 Millionen Dollar.

Apple-Aktien ließen Federn, nachdem der iPhone- und iPad-Hersteller den Software-Konzern Microsoft am Vortag als wertvollsten Konzern aller Zeiten abgelöst hat. Die Apple-Aktie sank im Zuge von Gewinnmitnahmen 1,4 Prozent auf 656 Dollar.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen auch die Aktien von Best Buy. Die Papiere des angeschlagenen Elektronikhändlers ermäßigten sich um 1,4 Prozent. Der Konzern senkte die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr und rechnet für die Branche mit schwächeren Absätzen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 640 Millionen Aktien den Besitzer. 1294 Werte legten zu, 1627 gaben nach und 158 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,56 Milliarden Aktien 1064 im Plus, 1382 im Minus und 123 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Der Deckel ist drauf und die alte Angst kehrt zurück. Wer bis jetzt keine Gewinne eingefahren hat, wird gebissen von den Hunden. Zum Glück ist das Geld ja nicht weg. Oder?

    Könnte ein rauschendes Fest werden für die Bären, aber die denken zu kurzfristig.
    Werde mein Depot mal reaktivieren. Geld ist fast alle.

  • Es gibt keine Euro-Krise, es gibt vielleicht eine Dollar-Krise. Also besser auf tatsächliche Werte setzen, und die Verluste von Spekulationen schlucken, wer auf Risiko spekuliert, muß eben auch mit Verlusten rechnen, und zwar mit den eigenen.

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