Börse New York
Der Wall Street stößt China sauer auf

Enttäuschender Konjunkturdaten aus China und sinkende Ölpreise? Zunächst scheint das die Anleger in New York nicht anzufechten – bis zum Handelsschluss hält die Stimmung allerdings nicht. Übel geht das für Macy's aus.

New YorkEnttäuschende Konjunkturdaten und ein Rückgang der Ölpreise haben die Wall Street am Mittwoch belastet.

Die Börsianer verdauten schwächer als erwartet ausgefallene Zahlen zur chinesischen Industrieproduktion. Diese schürten allerdings Erwartungen, dass sich die Führung in Peking mit weiteren Stützungsmaßnahmen gegen die Konjunkturabkühlung stemmen wird.

Gute heimische Konjunkturdaten der jüngsten Zeit schüren zudem zunehmend die Erwartung, dass die seit langem angekündigte Zinswende im Dezember kommen könnte. Das dürfte dann Aktien im Vergleich zu anderen Anlageklassen unattraktiver machen.

Zudem gerieten Einzelhandelswerte unter Druck. Wegen des Feiertags Veteran's Day verlief der Handel nervös. Die US-Anleihenmärkte blieben geschlossen.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,3 Prozent tiefer auf 17.702 Punkten. Der breiter aufgestellte S&P 500 sank ebenfalls 0,3 Prozent auf 2075 Stellen. Der Nasdaq-Index verlor 0,3 Prozent auf 5067 Zähler. In Frankfurt ging der Dax dagegen mit einem Plus von 0,7 Prozent auf knapp 10.908 Punkten aus dem Handel.

Im Blick standen Einzelhandelswerte. Sie litten unter dem Quartalsbericht der Branchengröße Macy's, die überraschend an Umsatz eingebüßt hatte. Macy's verlor knapp 14 Prozent an Börsenwert. Die J.C. Penney -Papiere verloren nach bekanntgegebenen Umsatzzahlen rund 2 Prozent.

Ähnlich sah es bei Alibaba aus. Der Kurs des chinesischen Online-Händlers wurde vom allgemeinen Branchensog nach unten gezogen und lag 1,9 Prozent im Minus.

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