Börse New York
Die Wall Street rutscht ins Minus

Am Montag hat der Ölpreisrückgang und ein anstehender Zinsentscheid die Stimmung an der Wall Street belastet. Aufmerksamkeit zog der geplante Kauf von Yahoo auf sich – auch ein Rivale des Käufers stand im Fokus.

New YorkEin Rückgang der Ölpreise hat die Wall Street am Montag belastet. Zudem machten Anleger mitten in der Bilanzsaison Kasse, nachdem Dow und S&P im bisherigen Monatsverlauf je 3,6 Prozent gewonnen hatten.

Da es keine Konjunkturdaten und kaum Unternehmensnachrichten gegeben habe, hätten Impulsgeber für die Aktienkurse gefehlt, sagten Börsianer. Daran dürfte sich erst im weiteren Wochenverlauf etwas ändern, wenn wieder eine Vielzahl von Quartalsbilanzen auf der Agenda stünden.

Für Unsicherheit sorgte auch die Fed, die ihren Zinsentscheid am Mittwoch bekanntgeben wird. Zwar gilt eine Zinserhöhung als ausgeschlossen. Doch könnte die US-Notenbank in ihrem Kommentar Hinweise auf die künftige Geldpolitik geben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer auf 18.493 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent auf 2168 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ließ 0,1 Prozent auf 5097 Stellen Federn. In Frankfurt schloss Dax mit 10.198 Punkten zwar 0,5 Prozent höher. Doch waren die Umsätze sehr gering und der Leitindex konnte sein im Tagesverlauf erreichtes Nach-Brexit-Hoch nicht behaupten. Der EuroStoxx50 schloss kaum verändert.

„Der Bullenmarkt wird sich fortsetzen, aber wir befinden uns bereits in einer reifen Phase“, sagte ein Vermögensverwalter. Die Bewertungen seien schon hoch.

Bei den Einzelwerten stand Yahoo im Mittelpunkt des Geschehens. Der Internet-Pionier verliert seine Eigenständigkeit, das Kerngeschäft wird für knapp fünf Milliarden Dollar an den US-Telekomkonzern Verizon verkauft. Yahoo-Aktien gaben 2,7 Prozent nach. Verizon-Papiere verbilligten sich um 0,4 Prozent.

Zu den Gewinnern gehörten mit einem deutlichen Kursplus von fast 28 Prozent dagegen die Aktien des Verizon-Konkurrenten Sprint. Dank heftiger Rabatte lockte das Telekomunternehmen mehr Vertragskunden an. Der Umsatz von rund acht Milliarden Dollar lag leicht über den Markterwartungen. Allerdings drückten die Aktionen die Firma im ersten Geschäftsquartal auch tiefer in die roten Zahlen.

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