Börse New York
Die Wall Street schließt im Minus

Die Urlaubszeit bremst die Börsen auf der ganzen Welt aus. Auch in New York bewegen sich die Aktienmärkte nur sehr zäh. Im Fokus liegt die Fed. Bei den Einzelwerten schauen die Anleger auf den Klavierbauer Steinway.
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New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch mit leichten Verlusten geschlossen. Investoren sahen Händlern zufolge wenig Anreize zum Kauf. Wie in den vergangenen Tagen blieben die Umsätze wegen der Urlaubszeit äußerst dünn. Wenig Klarheit herrschte zudem weiterhin über die künftige Geldpolitik der US-Notenbank. "Das Hauptaugenmerk der Märkte liegt wieder auf der Fed und darauf, wann sie ihre ultralockere Geldpolitik abschwächt", sagte der Chef von Sarhan Capital in New York, Adam Sarhan. "Es sieht aber so aus, als ob das die Fed selbst nicht weiß." Der Präsident der Fed von Atlanta, Dennis Lockhart, hatte am Vorabend gesagt, die Lage der US-Wirtschaft sei noch zu unsicher, um einen detaillierten Plan für den Ausstieg aus den gigantischen Anleihekäufen der US-Notenbank festzulegen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,7 Prozent auf 15.337 Punkte nach. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 15.316 und 15.453 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,5 Prozent auf 1685 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,4 Prozent auf 3669 Zähler. In Europa goutierten Aktienanleger das Ende der längsten Rezession in der Euro-Zone mit Zukäufen. Der Dax schloss in Frankfurt 0,3 Prozent fester bei 8438 Punkten.

Trotz der lockeren Geldpolitik zeichnet sich in den USA keine größere Inflationsgefahr ab. Die Erzeugerpreise stagnierten im Juli, teilte das Arbeitsministerium mit. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet. Verhindert wurde das vor allem von sinkenden Erdgas- und Benzinpreisen.

Bei den Einzelwerten standen Steinway-Aktien im Blickpunkt, die knapp acht Prozent zulegten. Finanzinvestor John Paulson will künftig den legendären Klavierbauer dirigieren. Am Markt wird offenbar mit einem noch höheren Gebot gerechnet.

Apple-Papiere notierten knapp zwei Prozent im Plus. Der US-Milliardär Carl Icahn kaufte sich überraschend mit einem "großen Anteil" in das Unternehmen ein und will sich nun für eine Aufstockung des Aktienrückkaufprogramms stark machen.

Zynga-Aktien legten gut zwei Prozent zu, obwohl der Spieleentwickler den Abgang mehrerer Manager ankündigte, darunter auch den von COO David Ko.

Der US-Anbieter von medizinischen Dienstleistungen, Envision Healthcare, legte einen erfolgreichen Börsengang hin. Die Aktien des Unternehmens kletterten um mehr als neun Prozent auf 25,15 Dollar. Das Unternehmen nahm bei seinem Sprung auf das Handelsparkett 966 Millionen Dollar ein und kommt nun auf eine Marktbewertung von rund vier Milliarden Dollar.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Anteilsscheine von Macy's. Nach Vorlage der Zahlen und einer Senkung der Jahresprognose trennten sich Börsianer von den Aktien des Warenhausbetreibers. Die Dividendenpapiere verbilligten sich um mehr als vier Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 620 Millionen Aktien den Besitzer. 960 Werte legten zu, 2032 gaben nach und 106 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,59 Milliarden Aktien 1033 im Plus, 1441 im Minus und 144 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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