Börse New York
Die Wall Street schnauft durch

Nach der Rekordjagd am gestrigen Dienstag, hat sich die Wall Street eine Atempause gegönnt. Offenbar suchen die Märkte nun nach einem zusätzlichen Antrieb. Vor den anstehenden Quartalsberichten steigt die Spannung.

New YorkAn der Wall Street ist am Mittwoch nach neuen Rekordständen Ruhe eingekehrt. Die Börsenbarometer Dow Jones und S&P-500 notierten wenig verändert, nachdem sie im frühen Handel abermals auf Höchstwerte geklettert waren. „Nach der kräftigen Rally suchen die Märkte jetzt nach zusätzlichem Antrieb“, sagte Andre Bakhos, Geschäftsführer des Finanzdienstleisters Janlyn Capital. Die anstehenden Quartalsberichte der Unternehmen werden seinen Worten zufolge die weitere Richtung vorgeben.

Anlagestratege Daniel Kern vom Vermögensverwalter TFC Financial Management sagte: „Ich glaube, es wird schwer für uns, noch viel weiter nach oben zu gehen, wenn es nicht ein paar positive Überraschungen gibt.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher bei 18.372 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2152 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab dagegen 0,3 Prozent auf 5006 Punkte nach. In Frankfurt ging der Dax 0,3 Prozent schwächer bei knapp 9931 Punkten aus dem Handel.

Zu den Verlierern an der Wall Street zählten insbesondere Energieaktien. Im Dow Jones gehörten ExxonMobil und Chevron mit moderaten Abschlägen zu den schwächeren Werten. Im S&P 500 ging es für ConocoPhillips sogar um 2,12 Prozent bergab. Die Titel des Öldienstleisters Halliburton sanken um 1,78 Prozent. Wie aus einem Bericht des US-Energieministeriums hervorgeht, sind die heimischen Bestände an Rohöl in der vergangenen Woche wie erwartet gefallen.

Die Aktie des Botox-Herstellers Allergan legte dagegen 0,6 Prozent zu. Die Ratiopharm-Mutter Teva stach mit einem Kursplus von 3,81 Prozent heraus. Der Pharmakonzern blickt zuversichtlicher als bisher auf das zweite Quartal und erwartet nun einen Umsatz von bis zu 5 Milliarden US-Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) von bis zu 1,22 Dollar. Damit liegt Teva über den Analystenprognosen. Zudem veröffentlichte der Konzern die mittelfristigen Geschäftsziele bis 2019.

Beim Düngerkonzern Mosaic konnten sich die Anleger über ein Plus von 3,51 Prozent freuen. Dass der K+S-Rivale die Kaliförderung in einem kanadischen Bergwerk für den Rest des Jahres aussetze, belege seine Kostendisziplin, lobte Jonas Oxgaard vom US-Analysehaus Bernstein Research.

Jetblue-Papiere zogen 1,1 Prozent an. Die Titel von American Airlines zollten dagegen dem gestrigen Kurssprung Tribut und sanken um 0,61 Prozent. Der bestätigte Margenausblick gab keine positiven Impulse. Am Dienstag hatten die Aktien der Fluggesellschaft gut 11 Prozent gewonnen - dank einer positiven Branchenstudie und der erwarteten Gewinnsteigerung durch Kreditkarten-Abkommen mit der Citigroup und Barclays.

Für Tesla-Papiere ging es um 0,94 Prozent bergab, nachdem der Elektroauto-Hersteller einen weiteren tödlichen Unfall mit seinem Fahrassistenz-System „Autopilot“ bestätigt hatte. Tesla-Chef Elon Musk betonte ungeachtet der Ermittlungen der US-Verkehrsbehörde NHTSA, das System werde weiterhin aktiviert bleiben. Den Fahrern solle in einem Blogeintrag aber besser erklärt werden, wie es funktioniere und wie sie sich dabei verhalten sollten, sagte Musk dem „Wall Street Journal“.

Der Eurokurs kämpfte im New Yorker Handel mit der Marke von 1,11 US-Dollar und kostete zuletzt 1,1094 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs davor auf auf 1,1072 (Dienstag: 1,1092) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9032 (0,9016) Euro.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 840 Millionen Aktien den Besitzer. 1391 Werte legten zu, 1605 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,64 Milliarden Aktien 1166 im Plus, 1647 im Minus und 183 unverändert.

Die US-Kreditmärkte erholten sich nach zwei Tagen mit Kursabschlägen. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 14/32 auf 101-14/32. Die Rendite sank auf 1,468 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1-9/32 auf 107-2/32 und rentierte mit 2,177 Prozent. Händler erklärten die Aufschläge mit der starken Nachfrage bei einer milliardenschweren Auktion von 30-jährigen Papieren und kursgünstigen Anschaffungen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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