Börse New York
Die Wall Street verliert trotz Twitter

Der Börsengang des Kurznachrichtendienstes beschäftigte die Öffentlichkeit, doch für die Wall Street gesamt war der Donnerstag kein Glanztag. Der Dow drehte ins Minus, der Nasdaq verlor am meisten.
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New YorkDas fulminante Börsendebüt des Kurznachrichtendienstes Twitter hat an der Wall Street am Donnerstag nicht zu Auftrieb verholfen. Die wichtigen Indizes gingen mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel. Auch die unerwartete Zinssenkung der Europäischen Zentralbank konnte die Börsen nur kurz stützen. Vielmehr ließen sich die Anleger von enttäuschenden Quartalsberichten wie von Qualcomm die Stimmung verderben.

Beherrschendes Thema war aber der Handelsstart von Twitter. Die Investoren rissen sich um die Anteilsscheine des Kurznachrichtendienstes. Dessen Kurs verdoppelte sich zeitweise fast auf 50 Dollar. Die Papiere waren zu 26 Dollar ausgegeben worden. Zum Handelsschluss blieb ein Plus von 73 Prozent. Nach den Pannendebüt von Facebook an der Nasdaq vor eineinhalb Jahren war die Emission an der rivalisierenden New Yorker Börse mit Spannung erwartet worden.

Bei den wichtigen Indizes war die Euphorie nicht zu merken. Der Dow Jones verlor ein Prozent und schloss mit 15.593 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen den Marken von 15.586 und 15.797 Stellen. Der S&P 500 verlor 1,3 Prozent. Er schloss mit 1747 Zählern. Noch kräftiger verlor der Index der Technologiebörse Nasdaq : Er sank um 1,9 Prozent auf 3857 Punkte. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax 0,4 Prozent fester mit 9081 Zählern aus der Sitzung. Angetrieben wurde er von der EZB-Zinssenkung, die von den Investoren als positive Überraschung gelobt wurde und zu Handelsbeginn auch den US-Aktienmärkte ins Plus geholfen hatte.

Für Druck sorgten in New York die Geschäftsberichte des Chipherstellers Qualcomm, dessen Umsatzprognose unter den Erwartungen blieb. Die Aktie ging mit einem Abschlag von 3,8 Prozent aus dem Handel.

Whole Foods verloren gar mehr als elf Prozent. Die Edelsupermarktkette muss wegen der Konkurrenz die Preise senken und kürzte deswegen den Umsatzausblick.

Abwärtsging es auch mit den Papieren von Tesla, die 7,5 Prozent nach unten rauschten. Zuvor wurde bekannt, dass erneut ein Elektroauto der Firma in Brand geraten war.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 910 Millionen Aktien den Besitzer. 654 Werte legten zu, 2351 gaben nach, und 95 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,29 Milliarden Aktien 574 im Plus, 1979 im Minus und 82 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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