Börse New York: Die Wall Street windet sich ins Plus

Börse New York
Die Wall Street windet sich ins Plus

Am Tag vor der Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten sind die US-Anleger zunächst vorsichtig. Doch zum Börsenschluss stehen Gewinne auf den Anzeigetafeln. Für Gesprächsstoff sorgt ein Fehler bei Herbalife.

New YorkDen zweiten Handelstag in Folge ist den US-Börsen nach einem leicht schwächeren Verlauf der Sprung ins Plus gelungen. Nachdem am Donnerstag zunächst sinkende Ölpreise die Stimmung getrübt hatten, kehrte die gute Laune zurück, als diese ins Plus drehten. Die insgesamt durchwachsenen Konjunkturdaten aus den USA beeinflussten die Marktrichtung dagegen nicht erkennbar.

Vor Veröffentlichung des wichtigen Arbeitsmarktberichts am Freitag herrschte an der Wall Street zunächst Zurückhaltung. "Die Investoren befinden sich in einer Warteschleife, bevor wir etwas Klarheit bekommen", sagte der Ökonom Peter Cardillo vom Finanzhaus First Standard Financial.

Die Beschäftigungsstatistik soll weitere Hinweise auf den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft liefern und damit auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank, die Mitte des Monats zum Zinstreffen zusammenkommt. "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed im März die Zinsen anhebt, ist sehr gering", sagte Jeff Powell, geschäftsführender Gesellschafter von Polaris Greystone Financial Group. Unterstützung erhielten die Börsen vor allem im späten Geschäft von Kursgewinnen bei den Banken- und Energiewerten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher auf 16.943 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,3 Prozent auf 1993 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,1 Prozent auf 4707 Punkte vor. In Frankfurt schloss der Dax 0,3 Prozent schwächer bei knapp 9752 Punkten.

Die Ölpreis- und die Börsenentwicklung seien nach wie vor stark aneinander gekoppelt, hieß es am Markt. Mit Blick auf die Konjunkturdaten dürfte es dagegen erst an diesem Freitag richtig spannend werden, denn dann wird der Arbeitsmarktbericht für Februar veröffentlicht. Die aktuellen Daten waren durchwachsen ausgefallen: Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren überraschend gestiegen, im aussagekräftigeren Vier-Wochen-Schnitt dagegen gesunken.

Weniger stark als erwartet war zudem die Unternehmens-Produktivität im vierten Quartal zurückgegangen, während die Auftragslage in der Industrie im Januar enttäuschte, da sie schwächer als angenommen zugelegt hatte. Die Stimmung im Dienstleistungssektor hatte sich im Februar nicht ganz so deutlich eingetrübt wie vorhergesagt, befindet sich allerdings auf dem tiefsten Stand seit zwei Jahren.

Seite 1:

Die Wall Street windet sich ins Plus

Seite 2:

Die Gewinner und Verlierer des Tages

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%