Börse New York
Dow flirtet mit 20.000er-Marke

Nach dem Ja der Fed zu höheren Zinsen hat der Dow die 20.000 Punkte fest im Blick. Analysten glauben, es dauert nicht mehr lange, bis die Schwelle überwunden ist. Zum Anbeißen fanden Anleger einen Lebensmittelkonzern.
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New YorkAm Tag nach der Fed-Zinsentscheidung ist es an der Wall Street aufwärtsgegangen. Die US-Börsen lagen dabei am Donnerstag nur knapp unter ihren jüngsten Rekordhoch. Unterstützung kam vor allem von den Bankenwerten nach der Zinserhöhung.

Der Dow-Jones-Index flirtete weiter mit der 20.000er-Marke. Derzeit gibt es nach Einschätzung des Finanzdienstleisters ETX Capital starke Aufwärtskräfte. Es werde deshalb nicht mehr lange dauern, bis die psychologisch wichtige Schwelle überwunden werde. Da sich die Gespräche am Markt derzeit um diese Marke drehten, dürfte sie bald zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden.

Die US-Notenbank hatte den Leitzins am Mittwochabend wie erwartet um einen Viertelpunkt angehoben und signalisierte für 2017 drei weitere Schritte. Händler werteten die Erhöhung als einen Vertrauensbeweis der Federal Reserve in die Wirtschaft.

Der Standardwerteindex Dow Jones schloss 0,3 Prozent höher auf 19.852 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,4 Prozent auf 2262 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 5456 Punkte.

Bei den Einzelwerten gehörte Mondelez mit einem Kursplus von 4,4 Prozent zu den Favoriten. Medienberichten zufolge hat der Lebensmittelkonzern Kraft Heinz ein Auge auf den "Milka"-Produzenten geworfen. Kraft-Titel legten um 1,2 Prozent zu.

Bankenwerte zählten ebenfalls zu den Gewinnern. So legten Goldman Sachs, Bank of America und Citigroup zwischen 1,3 und 2,2 Prozent zu.

Der Pharmakonzern Eli Lilly überzeugte die Anleger mit dem Geschäftsausblick für 2017. Der jüngste Rückschlag in der Alzheimer-Forschung soll die Gewinnpläne nur kurzfristig durchkreuzen. 2017 soll der Gewinn wieder kräftig steigen. Für die Anteilsscheine ging es um gut fünfeinhalb Prozent nach oben.

Yahoo-Papiere büßten hingegen mehr als 6 Prozent ein, nachdem der Internetkonzern über einen weiteren gigantischen Datendiebstahl berichtet hatte. Demnach sind die Angreifer im August 2013 voraussichtlich an Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtstage und unkenntlich gemachte Passwörter von mehr als einer Milliarde Nutzerkonten gekommen. Der Telekomkonzern Verizon erwäge nun, den Kauf des Web-Geschäfts von Yahoo abzusagen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.

Spekulationen auf rasche Zinserhöhungen in den USA drückten den Euro auf ein 14-Jahres-Tief zum Dollar. Da ein schwächerer Euro Waren europäischer Firmen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger macht, stieg der Dax zeitweise auf 11.387 Punkte, den höchsten Stand seit etwa einem Jahr. Am Abend lag er noch 1,1 Prozent im Plus bei 11.366 Zählern. Der EuroStoxx50 schloss 1,3 Prozent höher bei 3252 Punkten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,01 Milliarden Aktien den Besitzer. 1685 Werte legten zu, 1299 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Milliarden Aktien 1724 im Plus, 1147 im Minus und 202 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben in Erwartung weiterer Zinserhöhungen nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 20/32 auf 94-26/32. Die Rendite stieg auf 2,5967 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 5/32 auf 94-19/32 und rentierte mit 3,1555 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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