Börse New York
Dow hält sich über 11 000 Punkten

Die US-Indizes sind am Montag an einem ereignisarmen Handelstag um ihren Vorwochenschluss gependelt. Wegen des Feiertages "Columbus Day" fehlten den Aktienmärkten die frischen Impulse, wie Börsianer sagten.
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HB NEW YORK. Die US-Börsen haben sich am Montag kaum vom Fleck bewegt. Viele Anleger setzten zwar auf neue Konjunkturstützen der US-Notenbank (Fed) und gingen auch von einer positiven Bilanzsaison aus. Doch das aufreibende Warten auf mögliche Fed-Schritte und neue Unternehmenszahlen veranlasste zahlreiche von ihnen zur Zurückhaltung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss bei dünnem Handel nahezu unverändert auf 11 010 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 10 977 und 11 030 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 rührte sich ebenfalls kaum und notierte auf 1165 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verharrte auf 2402 Punkten. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 6309 Zählern aus dem Handel.

Der Rückschlag am Arbeitsmarkt im September unterstrich für viele Marktteilnehmer die Notwendigkeit eines Eingreifens der Fed. Die Notenbank stehe mit dem Rücken zur Wand, sagte etwa der Analyst Joseph Greco von Meridian Equity Partners. Hinweise auf ihren künftigen Kurs erhoffen sich die Investoren nun von dem Protokoll der Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses vom 21.

September, das am Dienstag veröffentlicht werden sollte. Greco ging davon aus, dass darin ein aggressiverer Ton erkennbar wird. Gebannt blickten die Börsianer auch der allmählich Fahrt aufnehmenden Bilanzsaison entgegen. Mit Intel, JPMorgan und GE legen in den kommenden Tagen unter anderem drei Dow-Werte ihre Quartalszahlen vor. Der Markt warte auf weitere Zahlen, bis dahin werde der Handel dünn bleiben, sagte King Lip von Baker Avenue Asset Management. Im Vordergrund stehen vor allem die Umsatzprognosen, von denen sich die Investoren Aufschluss über den Zustand der Firmen erwarten.

Bei den Einzelwerten gewannen die Aktien von Gymboree 22,4 Prozent. Der Kinderbekleidungskonzern bietet sich für 1,8 Mrd. Dollar der Beteiligungsgesellschaft Bain Capital Partners feil. Microsoft-Papiere stiegen um 0,1 Prozent. Der Software-Riese stellte neue Smartphones vor, die dem begehrten iPhone von Apple Konkurrenz machen sollen. Apple-Papiere zeigten sich unbeeindruckt und tendierten 0,4 Prozent höher. Der iPhone-Hersteller profitierte auch davon, dass ein AT&T-Vertreter erklärte, der Mobilfunkkonzern verliere in naher Zukunft sein Monopol auf das beliebte Smartphone.

Die Titel von Geron kletterten um 6,4 Prozent. Dem Biotech-Unternehmen zufolge haben Ärzte damit begonnen, einen Patienten mit embryonalen Stammzellen zu behandeln. Es ist die erste öffentlich bekanntgewordene Versuchsreihe dieser Art an Menschen weltweit. Geron hat als erste Firma dafür eine Genehmigung von den US-Behörden erhalten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,82 Mrd. Aktien den Besitzer. 1637 Werte legten zu, 1318 gaben nach und 139 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,55 Mrd. Aktien 1233 im Plus, 1416 im Minus und 109 unverändert. Der Rentenmarkt blieb wegen des Columbus Day geschlossen.

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