Börse New York
Dow Jones hält Marke von über 20.000 Punkten

Der US-Leitindex Dow Jones verteidigte am Donnerstag die Marke von 20.000 Punkten, nachdem er sie gestern erstmals übersprungen hatte. Chiphersteller Qualcomm verfehlte wegen einer Kartellbuße die Erwartungen.
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New YorkDer US-Leitindex Dow Jones hat am Donnerstag die Marke von 20.000 Punkten verteidigt. Gestützt wurden die Kurse von positiven Geschäftsbilanzen. "Dass es der Dow über 20.000 Zähler geschafft hat, geht zu einem Teil auf starke Gewinnergebnisse zurück", sagte Analyst Peter Cardillo von First Standard Financial in New York.

Das Barometer schloss 0,2 Prozent höher auf 20.100 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2296 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging bei 5655 Punkten unverändert aus dem Handel.

Zu den Gewinnern gehörten die Papiere des US-Chemiekonzerns Dow Chemical, die um zwei Prozent zulegten. Dessen Geschäfte laufen vor der geplanten Mega-Fusion mit dem heimischen Rivalen DuPont rund: Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal überraschend kräftig um 14 Prozent auf 13,02 Milliarden Dollar.

Abgestraft wurden dagegen die Papiere von Ford, die mehr als drei Prozent verloren. Der Autobauer hat in Europa im vergangenen Jahr so viel verdient wie noch nie, rechnet 2017 aber mit Bremsspuren.

Qualcomm -Anteilsscheine brachen fünf Prozent ein. Eine hohe Kartellstrafe in Südkorea belastet die Bilanz des US-Chipherstellers deutlich. Im abgelaufenen Geschäftsquartal hat sich der Gewinn mehr als halbiert auf 682 Millionen Dollar.

Spekulationen auf eine milliardenschwere Fusion mit dem US-Telekomkonzern Verizon trieben die Aktien des Kabelanbieters Charter Communications zeitweise zehn Prozent in die Höhe. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen, dass Verizon einen Zusammenschluss mit Charter erwäge. Wie Reuters von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr, ist Verizon jedoch nicht mit einem Gebot an Charter herangetreten. Charter-Aktien gingen sieben Prozent höher aus dem Handel.

In Frankfurt trieben Spekulationen auf einen weltweiten Wirtschaftsboom die Kursrally an. Der Dax kletterte im Handelsverlauf auf den höchsten Stand seit 20 Monaten und beendete die Sitzung 0,4 Prozent im Plus mit 11.848 Punkten. Der EuroStoxx50 konnte seine Gewinne nicht halten und schloss 0,2 Prozent tiefer bei 3319 Zählern.

"Anleger reiten die Trump-Welle weiter und hoffen auf die Umsetzung eines größtmöglichen Anteils von Trumps wirtschaftsstimulierenden Ideen", sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC Markets. Andere Experten warnten jedoch davor, mögliche Risiken durch die neue Regierung in den USA auszublenden. Einzelheiten zu Trumps wirtschaftspolitischen Plänen lägen noch weitgehend im Dunkeln, es könne leicht zu Enttäuschungen kommen, schrieben die Analysten des Vermögensverwalters MFS in einem Marktkommentar. "Die positiven Aspekte von Trumps Politik sind in den Kursen vielleicht schon enthalten, die negativen, wachstumsdämpfenden hingegen nicht." Unter anderem der starke Dollar belaste US-Firmen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 830 Millionen Aktien den Besitzer. 1396 Werte legten zu, 1526 gaben nach und 149 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,81 Milliarden Aktien 1105 im Plus, 1745 im Minus und 220 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten nach einer soliden milliardenschweren Auktion von siebenjährigen Staatsanleihen zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 5/32 auf 95-21/32. Die Rendite sank auf 2,5025 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 15/32 auf 95-30/32 und rentierte mit 3,0843 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Sergio Puntila27.01.2017, 09:30 Uhr
    Der Chefdemokratenfresser als Oberkommentator des HB sondert in gewohnt langweiliger Manier, klingt schon fast andressiert, was Sie hier tagtäglich vor sich hingeifern, werter MH"

    Ich geifere nicht, ich kommentiere. Ich gebe mir den ganzen Tag große Mühe, jeden, aber auch wirklich jeden Artikel zu kommentieren,
    um die Leute von der grün-sozialistischen Murkselregierung zu warnen.

    Ja, ich bin ein Fan von Trump und Putin, das sind wenigstens noch zwei echte Kerle mit eigener Meinung, nicht wie unser sprechender Hosenanzug!

    Ja, ich bin ein Anhänger der AFD, denn nur diese Partei kann unser Reich noch retten!

    Nein, ich bin nicht arbeitslos und habe deshalb soviel Zeit Kommentare zu schreiben, ich bin arbeitssuchend!
    Danke

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