Börse New York
Dow Jones hält sich über 12.000 Punkten

Der Verkauf des US-Geschäfts der Deutschen Telekom sorgt zum Wochenbeginn für gute Stimmung an der Wall Street. Die US-Börsen legen am Montag deutlich zu.
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Klares Plus in New York: die Telekom und Warren Buffet sorgen für beste Laune.

Der Verkauf des US-Geschäfts der Deutschen Telekom hat am Montag für gute Stimmung an der Wall Street gesorgt. Die US-Börsen schlossen mit deutlichen Gewinnen. Ermutigt wurden Investoren durch die geplante 39 Milliarden Dollar schwere Übernahme von T-Mobile USA durch den Telekomriesen AT&T.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg 1,5 Prozent auf 12.036 Punkte. Im Handelverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 11.860 und 12.078 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um ebenfalls 1,5 Prozent auf 1298 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,8 Prozent auf 2692 Stellen zu. In Frankfurt ging der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem satten Plus von 2,3 Prozent auf 6816 Punkten aus dem Handel.

Aktienhändler Larry Peruzzi von Cabera Capital Markets verwies darauf, dass die Übernahme von T-Mobile USA eine der größten seit der Finanzkrise sei. „Ein Geschäft dieser Größenordnung ist sicher ein großes Plus für den Telekom-Sektor und den Markt insgesamt“, sagte er. Portfoliomanager Thomas Villalta von Jones Villalta Asset Management erläuterte: „Jede Übernahme- oder Fusionsaktivität hat einen günstigen Effekt auf den Markt insgesamt, weil sie den Eindruck vermittelt, dass Unternehmensinsider Wertpotenzial im Markt sehen.“

Optimistische Signale kamen auch von Starinvestor Warren Buffett. Er stützte die Aktienmärkte mit der Einschätzung, dass japanische Aktien nun günstige Kaufgelegenheiten böten. Mit Argusaugen verfolgten Investoren allerdings die weitere in Entwicklung im katastrophengeschüttelten Japan und im Libyen-Konflikt, wo eine westliche Allianz in der Nacht eine zweite Angriffswelle gestartet hatte.

Zu den Gewinnern zählten die Aktien von AT&T nach Bekanntgabe der Großübernahme der US-Telekom-Tochter. AT&T-Titel zogen um 1,1 Prozent an. Die Papiere der Deutschen Telekom legten in Frankfurt mehr als elf Prozent zu.

Deutlich abwärts ging es dagegen mit den Anteilsscheinen von Sprint Nextel, die um mehr als 13 Prozent abrutschten. Der AT&T-Rivale hatte im Rennen um T-Mobile USA den Kürzeren gezogen. Der Kurs des Schmuckhändlers Tiffany sprang um rund fünf Prozent nach oben. Das Traditionshaus kann Belastungen durch die Katastrophe in Japan gut kompensieren und erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein überraschend starkes Umsatzplus.

Bei den Technologiewerten ragten insbesondere Halbleiteraktien heraus. Ein Branchenindex legte 1,8 Prozent zu. Er hatte in den vergangenen beiden Wochen deutlich nachgegeben.

An der New York Stock Exchange wechselte rund eine Milliarde Aktien den Besitzer. 2460 Werte legten zu, 546 gaben nach und 76 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,75 Milliarden Aktien 2048 im Plus, 574 im Minus und 97 unverändert. An den US-Kreditmärkten sanken die zehnjährigen Staatsanleihen um 14/32 auf 102-15/32. Sie rentierten mit 3,328 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 16/32 auf 104-28/32 und hatten eine Rendite von 4,452 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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