Börse New York
Dow Jones klettert auf Rekordhoch

Wenig Beachtung bekommt die Krise in der Ukraine an der Wall Street: Die US-Indizes setzten ihren jüngsten Aufwärtstrend am Montag fort. Besonders gefragt waren die Papiere von Biotech- und Internetfirmen.
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New YorkDie Wall Street hat sich zum Start der Woche trotz der Ukraine-Krise zu neuen Höhen aufgeschwungen. Dow Jones und S&P 500 gingen beide mit Rekordständen aus dem Handel. Die Krise in Osteuropa spielte kaum eine Rolle. Nach einem umstrittenen Referendum streben die Separatisten in der Ostukraine einen Anschluss der Region an Russland an.

"Die Gewalt, die viele erwartet haben, ist ausgeblieben", sagte Analyst Channing Smith von Capital Advisors Growth Fund. "Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Nachrichten aus der Ukraine daher gute Nachrichten."

Der Dow stieg um 0,7 Prozent auf 16.695 Punkte. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen den Marken von 16.584 und 16.704 Stellen. Beim S&P betrug der Zuwachs ein Prozent auf 1896 Stellen. Für den Nasdaq-Index ging es um 1,8 Prozent auf 4143 Zähler nach oben. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 9702 Punkten in den Feierabend. Der EuroStoxx50 legte um 0,6 Prozent auf 3203 Zähler zu. Spekulationen auf eine baldige Geldspritze der Europäischen Zentralbank gaben den Aktienbörsen Auftrieb.

An der Wall Street waren vor allem Papiere von Internet- und Biotechnologiefirmen gefragt. So stiegen Biogen Idec um 4,8 Prozent. Die Papiere des Arzneimittel-Herstellers Tesaro schossen um 21 Prozent in die Höhe. Ein Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen als Folge von Chemotherapien hatte das Hauptziel in der letzten Erprobungsphase vor der Marktzulassung erreicht.

Übernahme-Fantasien beflügeln die Börsenkurse

Bei der Touristik-Webseite TripAdvisor betrug das Plus 5,8 Prozent. Auf den Kauflisten standen auch die Titel von International Business Machines. IBM-Chefin Ginni Rometty sagte zwar in einem Interview, dem weltgrößten IT-Dienstleister stünden "schwierige Zeiten" bevor. Sie habe aber klare Vorstellungen, wie das Unternehmen wieder wachsen könne. Die Aktie stieg um 1,3 Prozent.

Übernahmeaktivitäten sorgten am Markt erneut für das Salz in der Suppe: So sprangen die Papiere des Nahrungsmittelherstellers Pinnacle Foods um 13,2 Prozent auf 34,47 Dollar, nachdem der Wettbewerber Hillshire Brands 6,6 Milliarden US-Dollar (36,48 Dollar je Aktie) für all ihre Anteile auf den Tisch legen will. Die Hillshire-Aktien drückte dies um 3,2 Prozent.

Derweil gibt Pfizer den Kampf um AstraZeneca nicht auf. Der US-Pharmakonzern wirbt nun im britischen Parlament für die geplante Übernahme des britisch-schwedischen Konkurrenten. Anfang Mai hatte der Viagra-Hersteller Pfizer das dritte Angebot für AstraZeneca vorgelegt und 63 Milliarden Britische Pfund (rund 106 Mrd US-Dollar) geboten, war aber erneut abgeblitzt. Pfizer-Aktien legten im Dow um 0,34 Prozent zu. Spitzenreiter waren aber General Electric mit einem Plus von gut anderthalb Prozent.

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Mögliches Kaufangebot für US-Telekom-Tochter

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