Börse New York
Dow Jones leicht im Plus

Der hohe Ölpreis lastet weiter auf der Wall Street, trotzdem schafft es die Wall Street ins Plus. Auch wegen positiver Nachrichten zum US-Arbeitsmarkt.
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Der hohe Ölpreis belastet auch die US-Börsen. Aber positive Daten vom Arbeitsmarkt konnten die Furcht der Anleger vor einem Dämpfer für die Konjunktur ein wenig zerstreuen. Die Unsicherheit wegen der Libyen-Krise und über die Entwicklung in anderen arabischen Ölexportländern drückte weiter auf die Stimmung am Markt, nachdem die Kurse am Vortag kräftig in die Knie gegangen waren.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,4 Prozent besser verändert bei 12.104 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P-500 legte um 0,5 Prozent auf 1312 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq 100 lag 0,8 Prozent im Plus bei 2333 Punkten.

Auch erfreuliche Zahlen vom Arbeitsmarkt konnten zunächst die Stimmung nicht aufhellen. Die US-Privatwirtschaft schuf im Februar mehr neue Stellen als erwartet. Die Zahl der Jobs stieg um 217.000, wie aus einer Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP hervorging. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit 175.000 gerechnet. Zugleich revidierte die ADP die Zahl für Januar leicht: In dem Monat wurden 189.000 neue Arbeitsplätze eingerichtet, nachdem zunächst von plus 187.000 die Rede war. Die Krise am Arbeitsmarkt verhinderte zuletzt eine stärkere Erholung der US-Wirtschaft. "Der Arbeitsmarkt erholt sich zwar, aber der Ölpreis bleibt im Fokus", sagte Analyst Andrew Wilkinson von der Interactive Brokers Group. Auch die starken ADP-Zahlen könnten den Anlegern die Sorgen wegen der Lage in Nahost nicht nehmen.

Die Aktien des Internet-Konzern Yahoo gehörten mit einem Aufschlag von rund vier Prozent zu den größten Gewinnern. Kreisen zufolge versucht der unter Druck geratene Ex-Branchenprimus seine Geschäfte in Asien neu zu ordnen. Demnach könnte Yahoo bald sein Japan-Geschäft für rund acht Milliarden Dollar abstoßen und sich damit finanziellen Spielraum für dringend benötigte Neuerungen verschaffen.

Ebenfalls im Blickpunkt stand der Energiekonzern PPL, der das britische Stromnetz des deutschen Rivalen E.ON für 4,7 Milliarden Euro übernahm. Die PPL-Aktien legten 3,5 Prozent zu.

Die Papiere des Chipkonzerns Texas Instruments gewannen gut zwei Prozent. Die Investmentbank JP Morgan hatte zuvor die Aussichten für die Halbleiterbranche optimistischer eingeschätzt.

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