Börse New York
Dow Jones markiert Jahreshoch

Die US-Aktienmärkte haben am Montag fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index erreichte mit 10 434 Punkten ein neues Jahreshoch, schloss letztlich knapp darunter. Aussagen von Fed-Chef Bernanke zur Zinspolitik sowie der schwache Dollar stützten die Börsen und Einzelwerte. Rohstofftitel profitierten von steigenden Ölpreisen.
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HB NEW YORK. Ein Bekenntnis von US-Notenbankchef Ben Bernanke zur Niedrigzins-Politik hat den US-Börsen am Montag Auftrieb gegeben. Zudem kurbelte der schwächere Dollar die Rohstoffpreise an, was wiederum Aktien von Ölfirmen und anderen Branchenwerten auf die Sprünge half.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,3 Prozent höher bei 10 406 Punkten aus dem Handel. Im Verlauf pendelte er zwischen 10 267 und 10 434 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,5 Prozent auf 1109 Zähler und schloss damit erstmals seit Oktober 2008 über 1100 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 1,4 Prozent auf 2197 Punkte. In Frankfurt startete der Dax mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 5804 Stellen in die Woche.

In einer Rede vor dem New Yorker Wirtschaftsclub sagte Bernanke, die Wirtschaftserholung werde nicht so robust ausfallen wie erhofft. Insbesondere eine knappe Kreditvergabe und die hohe Arbeitslosigkeit stellten große Probleme dar. Er bekräftigte, die Fed werde ihre Zinsen wohl längere Zeit auf einem außergewöhnlich niedrigem Niveau belassen. „Die vorrangige Nachricht Bernankes ist, dass die Zinsen mittelfristig niedrig bleiben. Der Markt scheint dies zu mögen“, sagte Marktstratege Dennis Cajigas von Lind-Waldock. Das Bekenntnis Bernankes drückte den Kurs des Dollars, was zugleich den Rohstoffpreisen Auftrieb gab. So kletterte etwa der Goldpreis auf ein Rekordhoch von mehr als 1140 Dollar je Unze. Davon profitierten wiederum die Aktien von Minenkonzernen und anderen Branchenwerten.

Bei den Rohstofftiteln kletterten die Papiere des Stahlkonzerns AK Steel Holding um 7,9 Prozent. Die Titel des Ölmultis Exxon profitierten vom Anstieg des Ölpreises auf knapp 79 Dollar und gewannen 2,7 Prozent. Die Titel des eng mit der Branche verwobenen Caterpillar-Konzerns legten 2,8 Prozent zu.

Den Greenback belastete zudem die Uneinigkeit der USA und Chinas in Währungsfragen. Bernanke betonte, die Notenbank verfolge die Abwertung des Dollar aufmerksam. Händler gingen jedoch davon aus, dass Bernankes Mittel diesbezüglich begrenzt sind. „Wenn man die Anreizmaßnahmen zurücknimmt, dann bricht die Wirtschaft auseinander. Er weiß das. Er ist darin gefangen, er kann die Zinsen nicht anheben. Es ist unmöglich“, sagte Joe Saluzzi von Themis Trading.

Auf Unternehmensseite stand zudem Cisco im Blickpunkt. Der weltgrößte Netzwerkausrüster erhöhte sein Angebot für den norwegischen Videokonferenzen-Spezialisten Tandberg auf umgerechnet rund 2,28 Mrd. Euro. Die Cisco-Aktien legten um 0,7 Prozent zu. Gar um 12,9 Prozent nach oben ging es für die Titel des Mobilfunkanbieters Sprint Nextel. Dem Konzern kam eine Heraufstufung durch einen Analysten zugute.

Die Anteilsscheine der zweitgrößten US-Baumarktkette Lowe's verloren dagegen 0,5 Prozent. Der Konzern erlitt einen Gewinneinbruch von 30 Prozent im abgelaufenen Quartal.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,15 Mrd. Aktien den Besitzer. 2485 Werte legten zu, 576 gaben nach und 75 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,12 Mrd. Aktien 2073 im Plus, 638 im Minus und 95 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 19/32 auf 100-06/32. Sie rentierten mit 3,353 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 36/32 auf 101-13/32 und hatten eine Rendite von 4,290 Prozent.

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