Börse New York
Dow Jones mit leichtem Minus

Die US-Märkte haben am Mittwoch ohne klare Tendenz geschlossen. Finanz- und Energietitel belasteten die Börsen, auch der Konjunkturbericht der Notenbank Fed fiel nicht so gut aus, wie von manchem Börsianer erwartet. Während der Dow Jones nach anfänglichen Gewinnen ins Minus drehte, profitierte der Nasdaq von Amazon. Der Marktbericht.
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HB NEW YORK. Die US-Börsen haben sich am Mittwoch uneinheitlich präsentiert. Finanzwerte und Energietitel lasteten auf dem Dow Jones. Auch durchwachsene Daten vom Arbeitsmarkt sorgten für trübe Stimmung. Zwar ist dort eine Verbesserung in Sicht, diese kommt aber langsamer voran als von Börsianern erhofft. Die Nasdaq profitierte dagegen von einer Verteuerung der Amazon-Aktie um 2,7 Prozent. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts comScore setzten die Online-Händler zum Start des Weihnachtsgeschäfts fünf Prozent mehr um als im Vorjahr.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab um 0,2 Prozent nach auf 10 452 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 10 421 und 10 513 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte bei 1109 Punkten nahezu unverändert. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann dagegen 0,4 Prozent auf 2185 Punkte. In Frankfurt ging der Dax um 0,1 Prozent höher bei 5781 Punkten aus dem Handel. Wie eine Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP ergab, verlangsamte sich der Stellenabbau in den USA: Die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft sank um 169 000. Von Reuters befragte Analysten hatten jedoch auf einen Rückgang um 155 000 Stellen spekuliert.

Der Dow Jones wurde auch von Finanztiteln gedrückt. Anleger sorgten sich, dass Banken unter neuen Gesetzen für den Derivatehandel leiden könnten. Die Aktien von JP Morgan gaben um 0,7 Prozent nach. Das Institut erklärte, im schlimmsten Fall könnten die Einnahmen um bis zu drei Mrd. Dollar fallen, wenn die Gesetze entsprechend verschärft würden.

Zudem lasteten Energietitel auf dem Markt, nachdem der Preis für ein Fass US-Leichtöl um 2,2 Prozent nachgab. Die Papiere des Ölmultis Exxon verbilligten sich um 0,3 Prozent. Die Aktien des weltgrößten Netzwerkausrüsters Cisco notierten 0,2 Prozent tiefer. Der Konzern kommt bei der milliardenschweren Übernahme des norwegischen Videokonferenz-Spezialisten Tandberg nur schleppend voran. Einen Tag vor Ablauf der Frist hatten 84 Prozent der Aktionäre ihre Anteile angedient. Cisco hat 90 Prozent zur Bedingung gemacht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,03 Mrd. Aktien den Besitzer. 1972 Werte legten zu, 1031 gaben nach und 124 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,06 Mrd. Aktien 1661 im Plus, 1048 im Minus und 123 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 100-16/32. Sie rentierten mit 3,315 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten auf 102-00/32 und hatten eine Rendite von 4,256 Prozent.

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