Börse New York
Dow Jones mit neuem Rekord – Facebook gibt nach

Einen Tag nach der Verkündung der Fed, ihr Anleihenkaufprogramm zurückzufahren, kehrt an der Wall Street der Börsenalltag ein. Der Dow Jones übertrumpfte seinen Rekord vom Vortag. Facebook stand im Fokus der Anleger.
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New YorkDie Blue Chips an der Wall Street haben am Tag nach dem Anfang vom Ende der ultra-lockeren Fed-Geldpolitik ihren Rekordkurs fortgesetzt. Der Dow-Jones-Index ging am Donnerstag zwar nur minimal höher aus dem Handel, übertraf damit aber dennoch das Allzeithoch vom Vortag.

Die meisten Händler hakten die Fed-Entscheidung jedoch ab und wendeten sich wieder anderen Themen zu: Etwa dem Weihnachtsgeschäft, den Firmenbilanzen für das vierte Quartal und der Entwicklung am Arbeitsmarkt. Dort löste ein unerwarteter Anstieg der Erstanträge Sorgen um die Entwicklung der US-Konjunktur aus.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten schloss 0,1 Prozent fester bei 16.179 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 16.121 und 16.194 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,1 Prozent nach auf 1809 Stellen. Der technologielastige Nasdaq-Index büßte 0,3 Prozent ein auf 4058 Zähler. Der Dax schloss 1,7 Prozent fester mit 9335 Punkten. Damit näherte er sich seinem Rekordhoch vom Monatsanfang auf etwa 100 Zähler.

Die US-Notenbank hatte am Mittwoch bekanntgegeben, das Volumen ihrer Wertpapierkäufe ab Januar um zehn auf monatlich 75 Milliarden Dollar zu reduzieren. Sie bekannte sich jedoch gleichzeitig zu einer langfristigen Nullzinspolitik, was viele Anleger über die Straffung der ultra-lockeren Geldpolitik hinwegtröstete. Die Fed hatte ihre Entscheidung am Mittwoch noch während des laufenden US-Handels bekanntgegeben, die Kurse hatten daraufhin zugelegt.

"Es war ein starkes Jahr, und ich wäre nicht überrascht, wenn Investoren ihr Jahr schon heute oder morgen abschließen", sagte Doug Foreman von Kayne Anderson Rudnick Investment Management. Es scheine wenig wahrscheinlich, dass es bis zum Jahreswechsel noch großes Potenzial nach oben gebe. Ohnehin interessierten sich Händler mehr und mehr für Geschäftszahlen der Unternehmen im laufenden Quartal, sagte Rick Meckler von LibertyView Capital Management. "Bis wir genau wissen, wie es um die Feiertagseinkäufe bestellt ist, wird der Markt kaum großartig zulegen können." Der Konsum macht einen Löwenanteil der US-Wirtschaftsleistung aus.

Bei den Einzelwerten stand unter anderem Facebook mit einem Rückgang von ein Prozent im Fokus. Der Chef des sozialen Netzwerks, Mark Zuckerberg, hatte den Verkauf von Aktien im Wert von 2,3 Milliarden Dollar bekanntgegeben.

Titel des SAP-Rivalen Oracle legten nach besser als erwarteten Geschäftszahlen um rund sechs Prozent zu.

Berichte über ein geplantes Gebot von Dish für T-Mobile US ließen die Aktien des Satelliten-TV-Betreibers um etwa ein Prozent steigen, während die Titel der Telekom-Tochter fast neun Prozent anzogen.

Der Restaurant-Konzern Darden gab nach einem Gewinnrückgang bekannt, auf Druck eines Finanzinvestors seine Kette Red Lobster verkaufen zu wollen. Die Aktien rutschten daraufhin fast vier Prozent ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,7 Milliarden Aktien den Besitzer. 1291 Werte legten zu, 1743 gaben nach und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,8 Milliarden Aktien 964 im Plus, 1600 im Minus und 122 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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