Börse New York
Dow Jones rettet sich mit Gewinnen ins Ziel

Zunächst sah es so gut aus: Nach positiven Arbeitsmarktdaten startete der Dow Jones deutlich im Plus. Der steigende Dollarkurs machte den Anlegern aber einen Strich durch die Rechnung. Mit einem knappen Plus rettet sich der Dow Jones ins Wochenende. Airline-Aktien steigen unbeeindruckt.
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HB NEW YORK. Versöhnlicher Wochenausklang an der Wall Street: Dank unerwartet positiver Nachrichten vom Aktienmarkt haben die wichtigsten US-Indizes am Freitag in positivem Terrain geschlossen. So war der monatelang anhaltende Beschäftigungsabbau im November fast zum Stillstand gekommen. Die Arbeitslosenquote war entsprechend von 10,2 Prozent im Vormonat auf 10,0 Prozent gesunken. Gedämpft wurde die Freude darüber jedoch durch Befürchtungen, dass die US-Notenbank nun in absehbarer Zeit wieder die Leitzinsen erhöhen könnte. Ausdruck dieser Sorge war ein rasanter Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro, der die Preise etwa für Gold oder Kupfer unter Druck setzte. Ein stärkerer Greenback aber verteuert die in Dollar abgerechneten Metalle für ausländische Investoren. Insofern zählten Rohstoffwerte zu den größten Verlierern am Markt.

Der Dow Jones rückte am Ende um 0,21 Prozent auf 10 388 Punkte vor. Zwischenzeitlich war er aber auf bis zu 10 516 Zähler nach oben geklettert und hatte damit so hoch notiert wie noch nie in diesem Jahr. Auf Wochensicht bedeutete dies jedoch immer noch ein Plus von 0,76 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index legte um 0,54 Prozent auf 1 105 Zähler zu. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Composite-Index um 0,98 Prozent auf 2 194 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 gewann 0,50 Prozent auf 1 791 Zähler.

Aktien von Fluggesellschaften reagierten besonders positiv auf die erfreulichen Meldungen vom Arbeitsmarkt. Die Investoren setzten laut Börsianern darauf, dass es nun mit der Wirtschaft weiter nach oben geht und in der Folge auch die Passagierzahlen wieder anziehen. Insofern sprangen die Papiere von UAL um 5,42 Prozent auf 9,72 US-Dollar und die Titel von AMR um 7,28 Prozent auf 7,37 Dollar an. Die beiden Unternehmen sind die Muttergesellschaften von United Airlines und von American Airlines.

Stark nachgefragt wurden auch die Aktien von Finanzinstituten. So legten Papiere von American Express um 1,11 Prozent auf 39,30 Dollar zu und die Titel der Bank of America stiegen an der Dow-Spitze um 3,30 Prozent auf 16,28 Dollar. Die Großbank forciert einem Bericht zufolge die Suche nach einem neuen Chef. Die Nachfolgersuche gestaltet sich bisher mehr als schwierig - unter anderem deshalb, weil die Bank weiter mit 45 Milliarden Dollar staatlichem Kapital gestützt wird und daher die Gehälter für die Vorstände begrenzt sind. Die Bank of America hatte allerdings in dieser Woche angekündigt, dem Staat das Geld noch in diesem Jahr zurückzahlen zu wollen.

Zu den Favoriten im Dow-Jones-Index zählten ebenfalls die Papiere von Intel . Sie verbesserten sich um 2,97 Prozent auf 20,46 Dollar. Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) hatte seine Absatzprognose angehoben.

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