Börse New York
Dow Jones schließt im Minus

Die wichtigsten US-Indizes haben zur Wochenmitte Kursverluste verzeichnet. Vor allem die europäische Schuldenkrise belastete die Märkte. Erfreulich wurde dagegen an der Wall Street aufgenommen, dass die US-Industrie in Schwung kommt.
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HB NEW YORK. Die US-Börsen haben am Mittwoch belastet von der europäischen Schuldenkrise mit Kursabschlägen geschlossen. Spanien droht eine schlechtere Bonitätsnote von Moody's. Mit einem Rettungspaket für Spanien rechnet die Ratingagentur aber nicht. Die Warnung ließ den Dollar zum Euro erstarken, was wiederum die Börsianer negativ für die Aktienmärkte werteten.

Erfreulich wurde dagegen an der Wall Street aufgenommen, dass die US-Industrie in Schwung kommt. Sie steigerte im November ihre Produktion um 0,4 Prozent. Das war der kräftigste Anstieg seit Juli.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sank 0,2 Prozent auf 11 457 Punkte. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 11 445 und 11 519 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index verringerte sich um 0,5 Prozent auf 1235 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ermäßigte sich um 0,4 Prozent auf 2617 Punkte.

„Die Industrieproduktion hält sich gut“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Marktstrategen Steve Goldman von Weeden & Co. Der Aufwärtstrend dürfte sich auch im Dezember fortsetzen. Darauf deuten Daten aus dem Schlüsselstaat New York hin. Zudem stiegen die Verbraucherpreise in den USA im November weniger stark als erwartet. Der Index legte nur um 0,1 Prozent im Vergleich zum Oktober zu, wie das Arbeitsministerium mitteilte.

Damit gibt es von der Inflation praktisch keinen Druck auf die Notenbank Fed. Sie hatte im November eine weitere Lockerung der Geldpolitik, beschlossen, um die schwächelnde US-Wirtschaft zu beleben.

Im Mittelpunkt des Handels standen die Papiere des Augenheil-Weltmarktführers Alcon. Die Schweizer Novartis schloss den Kauf der Alcon-Anteile ab, die der Konzern noch nicht besaß. Alcon-Aktien legten gut ein Prozent zu, die in New York gehandelten Papiere von Novartis sogar um knapp sechs Prozent.

Der Computerhersteller Hewlett-Packard konnte einen Milliardenauftrag aus Deutschland bekanntgeben: HP wird für den Energiekonzern E.ON ein EDV-Zentrum betreiben und kümmert sich um die Rechner von 80 000 Angestellten. Die HP-Papiere gaben dennoch um 0,8 Prozent nach.

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