Börse New York
Dow Jones schließt im Plus

Der US-Arbeitsmarkt entwickelt sich stärker als erwartet. Die US-Anleger sind dennoch leicht verunsichert. Trotz negativen Schlagzeilen aus Europa überwiegt der Optimismus der Anleger.
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Die US-Börsen haben den verkürzten Handelstag am Mittwoch freundlich beendet. Zugute kamen der Wall Street positiver als erwartet ausgefallene Daten vom Arbeitsmarkt sowie Kursgewinne bei den Hochtechnologiewerten. Wegen der Feiern zum Unabhängigkeitstag wurde an der Wall Street nur ein halber Tag gehandelt. Die Umsätze blieben dünn, da sich viele Investoren bereits in einen Kurzurlaub verabschiedet hatten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg 0,4 Prozent auf 14.988 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 1615 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,3 Prozent auf 3443 Punkte vor. In Frankfurt ging der Dax ein Prozent niedriger bei 7829 Zählern aus dem Handel.

Die US-Firmen schufen im Juni mit 188.000 neuen Stellen deutlich mehr Jobs als erwartet, wie die private Arbeitsvermittlung ADP mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit 160.000 gerechnet. Zudem fiel nach Angaben des Arbeitsministeriums die Zahl derjenigen, die in der vergangenen Woche einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe stellten, um 5000 auf 343.000. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 345.000 gerechnet.

Bei den Einzelwerten standen Dell-Aktien im Blickpunkt. Sie verloren 0,5 Prozent auf 13,31 Dollar. Im Übernahmepoker um den schwächelnden Computerkonzern kommt Firmengründer Michael Dell unter Druck, sein Angebot zu erhöhen. Dell und sein Investor-Partner Silver Lake bieten den Aktionären 13,65 Dollar pro Aktie. Die beiden Großaktionäre Carl Icahn und Southeastern Asset Management offerieren dagegen 14 Dollar je Anteilschein.

Zu den Gewinnern zählten die Hochtechnologiewerte. Die Anteilscheine des Netzwerkausrüsters Cisco Systems verbuchten ein Kursplus von 1,1 Prozent und die Papiere des SAP-Rivalen Oracle einen Aufschlag von knapp zwei Prozent.

Abgestraft wurden dagegen die Krankenversicherer. So ließen die Dividendenpapiere von Tenet Healthcare 4,3 Prozent Federn. Die Aktien von Universal Health Services gaben 3,5 Prozent nach. Händler verwiesen auf Verzögerungen bei der US-Gesundheitsreform um ein Jahr.

Nach dem verkürzten Handelstag am Mittwoch bleiben die Börsen wegen des Feiertags am Donnerstag ganz geschlossen. Sie öffnen erst am Freitag wieder.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 480 Millionen Aktien den Besitzer. 1146 Werte legten zu, 1794 gaben nach und 91 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 920 Millionen Aktien 1349 im Plus, 1027 im Minus und 136 unverändert.

An Europas Börsen ging es dagegen deutlich bergab. Europäische Investoren stellten sich auf eine Rückkehr der Schuldenkrise ein und warfen als riskant empfundene Anlagen aus ihren Depots. Auslöser war die Regierungskrise in Portugal, die einen so starken Einbruch der Börse in Lissabon nach sich zog wie selten zuvor an einem Tag. Investoren fühlten sich zurückversetzt in Zeiten, als die hohen Schulden südeuropäischer Länder und der Reformunwille von Politikern die Angst vor Staatspleiten schürten. Die zähen Verhandlungen der Troika mit Griechenland, enttäuschende Konjunkturdaten aus China und der Machtkampf in Ägypten erhöhten die Verunsicherung noch.

Roman Tyborski
Roman Tyborski
Handelsblatt / Volontär

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